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Die Midea Porta Split (MPS) ist eine gängige Klimaanlage und Heizungsalternative – vor allem für Mieter. Ein Teil steht auf Balkon oder Fensterbrett, das andere in der Wohnung. Gerade erlebt das Gerät wegen der Hitzewelle einen Kaufrausch, die Preise explodieren. Doch hat die Technik offenbar auch Tücken.
Die Midea "All in One" Wärmepumpe und Klimaanlgae "PortaSplit" soll für Mieter einen großen Vorteil bringen. Foto: Midea
Eine Wärmepumpe auf dem Balkon oder sogar auf dem Fensterbrett klingt erst einmal ungewöhnlich. Genau darin liegt aber der Reiz der Midea PortaSplit. Das mobile Split-Klimagerät entwickelt sich angesichts der Hitzewelle in Europa und Deutschland gerade zum Verkaufsschlager. In vielen Online-Shops ist es bereits ausverkauft, während Händler und Privatverkäufer auf Verkaufsplattformen wie Amazon teils ein Vielfaches der ursprünglichen Preise verlangen. Denn die PortaSplit verspricht das, woran viele Mieter bislang scheiterten: die Leistung einer klassischen Split-Klimaanlage – ganz ohne Bohren, Fassadenumbau oder die Hilfe eines Handwerkers.
Statt einer fest installierten Split-Anlage besteht das System aus zwei Teilen: Ein Außengerät, das draußen steht, und ein Innengerät, das den Raum kühlt oder heizt. Verbunden sind beide über einen flexiblen Schlauch. Bohren oder ein Handwerker sind nicht nötig. Für Mieter ist das fast ideal.
Doch in einem Nutzerforum mehren sich Berichte über Probleme – vor allem dann, wenn das Gerät regelmäßig zum Heizen eingesetzt wird, wie im vergangenen Winter.
Erst volle Leistung, dann plötzlich kalte Luft
Das Fehlerbild ist bei mehreren Nutzern nahezu identisch. Die PortaSplit startet im Heizbetrieb unauffällig, zieht zunächst rund 600 bis 900 Watt und liefert spürbar warme Luft. Nach einiger Zeit bricht die Leistung jedoch ein. Die Leistungsaufnahme sinkt auf etwa 240 bis 300 Watt, aus dem Innengerät kommt nur noch kalte Luft.
Ein kompletter Stromreset helfe kurzfristig. Nach wenigen Minuten tritt der Fehler jedoch erneut auf. Für viele Nutzer ist die Anlage in diesem Zustand praktisch nicht mehr als Heizung nutzbar.
Der flexible Schlauch rückt in den Fokus
Im Zentrum der Diskussion steht der Schlauch, der Innen- und Außengerät verbindet. An dessen Übergang zur Inneneinheit befindet sich eine sogenannte vercrimpte Verbindung. Dabei wird der Schlauch mechanisch zusammengepresst, statt geschraubt oder gelötet zu werden.
Diese Technik ist grundsätzlich üblich, reagiert aber empfindlich auf Belastungen. Im Heizbetrieb kommen mehrere Faktoren zusammen: hohe Drücke, starke Temperaturwechsel durch Abtauzyklen sowie Vibrationen des Kompressors. Mehrere Nutzer berichten, dass genau an dieser Stelle Feuchtigkeit, Ölspuren oder Vereisung sichtbar wurden – mögliche Hinweise auf einen schleichenden Kältemittelverlust.
Warum das Problem vor allem beim Heizen auffällt
Viele PortaSplit Geräte werden hauptsächlich zum Kühlen genutzt. Beim Heizen arbeitet das System jedoch unter höherer Belastung. Einige Nutzer vermuten, dass mögliche Schwächen der Schlauchverbindung erst dann sichtbar werden, wenn die Anlage über längere Zeiträume als Heizung läuft.
Hinzu kommt, dass nur ein Teil der verkauften Geräte regelmäßig im Heizbetrieb eingesetzt wird. Das könnte erklären, warum das Problem zwar mehrfach, aber nicht flächendeckend gemeldet wird.
Austausch statt Reparatur
Positiv fällt auf, dass der Hersteller auf betroffene Nutzer reagiert. In mehreren Fällen wurde ein Austauschgerät angeboten. Einzelne Bauteile wie Schlauch oder Kondensatpumpe lassen sich offenbar nicht separat reparieren. Stattdessen wird das komplette Gerät ersetzt. Für Kunden ist das unkompliziert. Gleichzeitig wirft dieses Vorgehen Fragen zur Nachhaltigkeit auf.
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