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Berliner Altbau schwimmt über die Spree – was steckt dahinter?

Autorenbild: Kerstin Faust
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Wer am Mittwoch an der Spree unterwegs war, dürfte zweimal hingeschaut haben: Zwischen Oberbaumbrücke und Regierungsviertel schwamm plötzlich ein Berliner Altbau über das Wasser. Zumindest sah es täuschend echt danach aus.

Tatsächlich handelte es sich um eine originalgetreue Berliner Altbaufassade, die auf einem Floß über die Spree gezogen wurde. Hinter der ungewöhnlichen Aktion steckt das Immobilienportal immowelt – und die Botschaft richtet sich vor allem an Menschen, die in Berlin gerade eine Wohnung suchen.

Auf der Fassade war zu lesen:

„Wir können Wohnraum nicht auftauchen lassen.“

Darunter die Ergänzung:

„Aber helfen, ihn zu finden.“

Darum lässt immowelt einen Altbau über die Spree schwimmen

Hinter dem kuriosen Anblick steckt ein ernstes Thema: die angespannte Situation auf dem Berliner Wohnungsmarkt. Die schwimmende Fassade soll symbolisieren, was sich viele Wohnungssuchende wünschen dürften – dass dringend benötigter Wohnraum einfach auftaucht.

Doch genau das kann natürlich auch ein Immobilienportal nicht leisten.

„Die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt bedeutet für viele Suchende eine enorme nervliche Belastung“, sagt immowelt Geschäftsführer Theo Mseka. Das Portal wolle deshalb mit Marktdaten und mehr Transparenz Orientierung bei der Wohnungssuche bieten.

So angespannt ist der Berliner Wohnungsmarkt

Dass die Wohnungssuche in Berlin schwierig ist, zeigen auch die von immowelt veröffentlichten Marktdaten im September 2026. Demnach sind die Angebotsmieten seit dem Amtsantritt der aktuellen Berliner Regierungskoalition um 12 Prozent gestiegen. Bei Neuvermietungen können die Angebotsmieten laut einer weiteren immowelt Auswertung zudem bis zu 64 Prozent über dem Mietspiegel liegen.

Auch außerhalb des Berliner S-Bahn-Rings steigen die Wohnkosten. Nach Angaben von immowelt erreicht die Verteuerung zunehmend frühere Arbeitersiedlungen am Stadtrand. Für Familien kann es dadurch schwieriger werden, im eigenen Kiez eine neue Wohnung zu finden.

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Was Wohnungssuchende daraus mitnehmen können

Wer aktuell eine Wohnung in Berlin sucht, kann das Angebot auf der Spree also vor allem als ziemlich auffälligen Hinweis auf ein bekanntes Problem verstehen.

Immowelt will Wohnungssuchenden dabei helfen, besser einzuschätzen, wo Wohnungen noch zum eigenen Budget passen. Dafür stellt das Portal unter anderem Mietpreiskarten und Statistiken zur Mietpreisentwicklung bereit. Suchprofile sollen zudem dabei helfen, passende Angebote gezielter zu finden.

„Wir haben uns bewusst für ein Motiv entschieden, das die Situation visuell auf den Punkt bringt, anstatt falsche Heilsversprechen zu machen“, erklärt immowelt CMO Frida Elisson.

Die Idee für die schwimmende Altbaufassade entstand gemeinsam mit der Kreativagentur KNSK. Für Passanten bleibt von der Aktion aber vor allem ein ungewöhnliches Bild hängen: Ein Berliner Altbau, der scheinbar einfach auf der Spree auftaucht – während echter neuer Wohnraum in der Hauptstadt weiterhin knapp ist.

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