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Ein eigener Pool im Garten muss kein Vermögen kosten. Aufstellpools für Familien gibt es bereits ab rund 100 Euro. Doch viele Käufer machen denselben Fehler: Sie rechnen nur mit dem Preis des Beckens und vergessen die Kosten für das Zubehör.
Der Aufstellpool alleine ist meist nicht teuer, aber das Zubehör wie eine Filteranlage kostet oft mehrere hundert Euro. Foto: iStock.com / Ralf Geithe
Wer online nach Aufstellpools sucht, findet schnell vermeintliche Schnäppchen. Ein einfacher Frame Pool wie der Bestway Steel Pro Max mit 305 Zentimetern Durchmesser und 76 Zentimetern Höhe wird häufig für rund 100 Euro angeboten.
Klingt nach einem günstigen Sommervergnügen für die ganze Familie. Doch genau hier beginnt die Kostenfalle. Denn mit dem nackten Becken allein ist es meist nicht getan.
Diese Kosten vergessen viele Poolkäufer
Damit das Wasser sauber bleibt und der Pool mehrere Sommer übersteht, wird zusätzliches Zubehör benötigt:
| Zubehör | Typische Kosten |
|---|---|
| Sandfilteranlage | 100 bis 300 Euro |
| Sicherheitsleiter | 50 bis 150 Euro |
| Unterlegmatten | 20 bis 80 Euro |
| Abdeckplane | 20 bis 100 Euro |
| Solarpoolheizung | 50 bis 200 Euro |
| Chlor und Wasserpflege | 50 bis 150 Euro pro Saison |
| Kescher und Reinigungszubehör | 20 bis 50 Euro |
Allein eine vernünftige Sandfilteranlage kann den Kaufpreis des Pools verdoppeln. Experten raten häufig davon ab, sich ausschließlich auf die mitgelieferten Kartuschenfilter zu verlassen. Eine leistungsfähige Filtertechnik gehört zu den wichtigsten Bestandteilen einer sauberen Poolanlage.
Auch eine Solarpoolheizung landet oft erst nach dem Kauf auf der Wunschliste. Viele Gartenbesitzer stellen fest, dass sich das Wasser selbst an sonnigen Tagen nur langsam erwärmt. Solarmatten oder einfache Solarheizungen gibt es bereits ab rund 50 Euro.
Auch die Stromkosten werden oft unterschätzt
Mit dem Kauf der Filteranlage sind die Kosten noch nicht vorbei. Damit das Wasser nicht kippt, muss die Pumpe während der Badesaison regelmäßig laufen. Viele Hersteller empfehlen eine Laufzeit von etwa 10 Stunden täglich.
Bei einer typischen Sandfilteranlage mit 250 Watt Leistung entstehen dadurch bei einem Strompreis von 35 Cent pro Kilowattstunde Stromkosten von rund 26 Euro pro Monat. Leistungsstärkere Anlagen können die monatlichen Kosten sogar auf über 50 Euro erhöhen.
Wer den Pool den gesamten Sommer nutzt, sollte diesen laufenden Kostenpunkt bei der Planung berücksichtigen. Gerade bei steigenden Strompreisen fällt die Filteranlage auf der Jahresabrechnung stärker ins Gewicht als viele Käufer erwarten.
Der Boden entscheidet über die Lebensdauer
Besonders unterschätzt wird der Untergrund, denn viele Gartenflächen wirken auf den ersten Blick eben. Bereits kleine Unebenheiten können jedoch dazu führen, dass sich das Wasser ungleichmäßig verteilt. Die Folge sind Spannungen in der Poolfolie und eine höhere Belastung des Gestänges.
Unterlegmatten oder spezielle Bodenschutzmatten gleichen kleinere Unebenheiten aus und schützen die Poolfolie zusätzlich vor Steinen oder Wurzeln.
Wer hier spart, zahlt später oft doppelt.
Das vermeintliche 100-Euro-Schnäppchen kostet schnell 500 Euro
Ein realistisches Beispiel:
Pool: 100 Euro
+ Sandfilteranlage: 150 Euro
+ Leiter: 70 Euro
+ Unterlegmatten: 40 Euro
+ Abdeckplane: 30 Euro
+ Solarpoolheizung: 50 Euro
+Wasserpflege: 50 Euro
Gesamtkosten: rund 490 Euro
Hinzu kommen noch die laufenden Stromkosten für die Filteranlage. Wer die Pumpe über die Badesaison hinweg täglich mehrere Stunden laufen lässt, zahlt schnell weitere 50 bis 100 Euro Stromkosten.
Damit liegt der tatsächliche Preis häufig fünfmal so hoch wie der ursprüngliche Kaufpreis des Beckens.
Komplettsets können am Ende günstiger sein
Viele Hersteller bieten mittlerweile größere Familienpools direkt als Komplettset an. Diese enthalten oft bereits Sandfilteranlage, Leiter und Abdeckplane.
Der Anschaffungspreis fällt zwar höher aus, dafür entfallen viele spätere Nachkäufe. Vor dem Kauf lohnt sich deshalb ein genauer Blick auf den Lieferumfang.
Wer nur auf den Poolpreis schaut, rechnet falsch
Ein Aufstellpool bleibt eine vergleichsweise günstige Möglichkeit für den Badespaß im eigenen Garten. Allerdings sollte niemand nur auf den Preis des Beckens achten.
Filtertechnik, Wasserpflege, Leiter und Bodenschutz gehören praktisch zur Grundausstattung. Dazu kommen laufende Stromkosten für die Pumpe und häufig eine Solarpoolheizung für angenehmere Wassertemperaturen. Wer diese Ausgaben von Anfang an einplant, erlebt keine böse Überraschung an der Kasse und kann den Sommer deutlich entspannter genießen.
Geschrieben am 13.06.2026
von
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