Für 1.000 Euro Miete bekommen Mieter in Thüringens Großstädten heute deutlich weniger Wohnfläche als noch vor fünf Jahren. Während das Budget 2021 sowohl in Erfurt als auch in Jena noch für deutlich mehr als 100 Quadratmeter reichte, fällt Jena 2026 unter diese Marke.
Erfurt ist die Landeshauptstadt von Thüringen und zählt rund 217.000 Einwohner. Foto: Sergii Figurnyi / stock.adobe.com
Thüringens Großstädte im Miet-Check
- Geringste Wohnfläche für 1.000 Euro Miete: Jena mit 97,7 Quadratmetern
- Meiste Wohnfläche für 1.000 Euro Miete: Erfurt mit 105,7 Quadratmetern
- Stärkster Rückgang der Wohnfläche für 1.000 Euro Miete seit 2021: Erfurt mit -17,7 Prozent
Quelle: immowelt Price Map (Stand: Oktober 2026)
Thüringen hat mit Erfurt und Jena zwei Großstädte. Beim Mietniveau liegt Jena weiterhin vor der Landeshauptstadt: Für 1.000 Euro Kaltmiete bekommen Mieter dort 2026 rechnerisch knapp acht Quadratmeter weniger Wohnfläche als in Erfurt.
Der Fünfjahresvergleich zeigt jedoch auch eine Besonderheit: Prozentual ist die finanzierbare Wohnfläche in Erfurt stärker geschrumpft. Der Abstand zwischen den beiden Städten hat sich dadurch verkleinert.
Jena fällt unter die 100-Quadratmeter-Marke
In Jena liegt die durchschnittliche Angebotsmiete im Oktober 2026 bei 10,24 Euro pro Quadratmeter. Damit reichen 1.000 Euro Kaltmiete rechnerisch für 97,7 Quadratmeter.
Im Oktober 2021 waren es bei einer Angebotsmiete von 8,79 Euro pro Quadratmeter noch 113,8 Quadratmeter.
Innerhalb von fünf Jahren gingen damit rund 16,1 Quadratmeter beziehungsweise 14,2 Prozent der finanzierbaren Wohnfläche verloren.
Damit fällt Jena im Fünfjahresvergleich unter eine markante Schwelle: Während 1.000 Euro 2021 noch für deutlich mehr als 100 Quadratmeter reichten, sind es 2026 weniger als 100.
In Erfurt schrumpft die Wohnfläche stärker
In der Landeshauptstadt Erfurt bekommen Mieter für 1.000 Euro weiterhin etwas mehr Platz. Bei einer durchschnittlichen Angebotsmiete von 9,46 Euro pro Quadratmeter sind im Oktober 2026 rechnerisch 105,7 Quadratmeter möglich.
Fünf Jahre zuvor lag die Angebotsmiete noch bei 7,79 Euro pro Quadratmeter. Damals reichte dasselbe Budget für 128,4 Quadratmeter.
Der Verlust fällt damit größer aus als in Jena: Innerhalb von fünf Jahren sind rund 22,7 Quadratmeter beziehungsweise 17,7 Prozent der finanzierbaren Wohnfläche weggefallen.
So viel Wohnfläche gibt es in Thüringen für 1.000 Euro Miete
| Stadt | Oktober 2021 | Oktober 2026 | Veränderung | Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|
| Jena | 113,8 qm | 97,7 qm | -16,1 qm | -14,2 % |
| Erfurt | 128,4 qm | 105,7 qm | -22,7 qm | -17,7 % |
Quelle: immowelt Price Map (Stand: Oktober 2026)
Erfurt und Jena rücken beim Mietniveau näher zusammen
Vor fünf Jahren war der Unterschied zwischen Thüringens beiden Großstädten noch größer. Für 1.000 Euro bekamen Mieter in Erfurt rechnerisch rund 14,6 Quadratmeter mehr als in Jena. 2026 beträgt der Abstand nur noch rund acht Quadratmeter.
Der Grund: In Erfurt ist die finanzierbare Wohnfläche mit einem Minus von 17,7 Prozent stärker geschrumpft als in Jena mit 14,2 Prozent.
Trotzdem bleibt Erfurt die günstigere der beiden Großstädte. Dort reichen 1.000 Euro auch 2026 noch für mehr als 100 Quadratmeter. In Jena ist diese Marke inzwischen unterschritten.
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