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1.000 Euro Miete in NRW: Für so viel Wohnung reicht das noch in der Großstadt

Autorenbild: Andreas Steger
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Für 1.000 Euro Miete bekommen Mieter in Nordrhein-Westfalens Großstädten heute deutlich weniger Wohnfläche als noch vor fünf Jahren. Besonders groß ist der Unterschied zwischen den Städten: Während das Budget in Düsseldorf 2026 nur noch für rund 71 Quadratmeter reicht, sind es in Gelsenkirchen mehr als doppelt so viele.

NRWs Großstädte im Miet-Check

  • Geringste Wohnfläche für 1.000 Euro Miete: Düsseldorf mit 70,5 Quadratmetern
  • Meiste Wohnfläche für 1.000 Euro Miete: Gelsenkirchen mit 143,7 Quadratmetern
  • Stärkster Rückgang der Wohnfläche für 1.000 Euro Miete seit 2021: Mönchengladbach mit -23,3 Prozent

Quelle: immowelt Price Map (Stand: Oktober 2026)

Wer in Nordrhein-Westfalen 1.000 Euro für die Kaltmiete zahlt, bekommt je nach Großstadt sehr unterschiedlich viel Wohnraum. Besonders teuer sind Düsseldorf und Köln. In beiden Städten reicht das Budget inzwischen nur noch für gut 70 Quadratmeter, wie eine Auswertung der Angebotsmieten auf immowelt.de zeigt.

Ganz anders sieht es in Teilen des Ruhrgebiets aus. In Gelsenkirchen und Recklinghausen sind für 1.000 Euro weiterhin mehr als 140 Quadratmeter möglich. Doch gerade in vielen der bislang günstigeren Städte ist die finanzierbare Wohnfläche seit 2021 besonders stark geschrumpft.

Düsseldorf und Köln bieten am wenigsten Wohnfläche

Am wenigsten Wohnfläche gibt es im Oktober 2026 in Düsseldorf. Bei einer durchschnittlichen Angebotsmiete von 14,18 Euro pro Quadratmeter reichen 1.000 Euro rechnerisch nur noch für 70,5 Quadratmeter.

Im Oktober 2021 waren es bei 11,61 Euro pro Quadratmeter noch 86,1 Quadratmeter. Innerhalb von fünf Jahren gingen damit rund 15,6 Quadratmeter beziehungsweise 18,1 Prozent der finanzierbaren Wohnfläche verloren.

Nur knapp dahinter folgt Köln. Dort reichen 1.000 Euro im Oktober 2026 für 71,9 Quadratmeter. Fünf Jahre zuvor waren noch 87,7 Quadratmeter möglich. Das entspricht einem Rückgang von 15,8 Quadratmetern beziehungsweise 18,0 Prozent.

Mönchengladbach mit dem stärksten Rückgang

Den größten prozentualen Verlust unter den untersuchten NRW-Großstädten verzeichnet Mönchengladbach. Im Oktober 2021 reichten 1.000 Euro Kaltmiete dort noch für 137,2 Quadratmeter. Im Oktober 2026 sind es nur noch 105,3 Quadratmeter.

Damit gingen innerhalb von fünf Jahren rechnerisch 31,9 Quadratmeter beziehungsweise 23,3 Prozent der finanzierbaren Wohnfläche verloren.

Auch in Hagen fällt der Rückgang besonders stark aus. Dort sank die Wohnfläche von 161,3 auf 126,1 Quadratmeter – ein Minus von 35,2 Quadratmetern beziehungsweise 21,8 Prozent.

Krefeld folgt mit einem Rückgang von 21,1 Prozent. Dort reichen 1.000 Euro heute noch für 100,9 Quadratmeter statt 127,9 Quadratmeter im Jahr 2021.

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Auch Wuppertal und Bochum verlieren deutlich

In Wuppertal ging die finanzierbare Wohnfläche innerhalb von fünf Jahren von 134,0 auf 106,3 Quadratmeter zurück. Das entspricht einem Minus von 20,7 Prozent.

Auch Bochum verzeichnet einen deutlichen Rückgang. Dort reichten 1.000 Euro im Oktober 2021 noch für 148,8 Quadratmeter. Im Oktober 2026 sind es 120,2 Quadratmeter – 19,2 Prozent weniger.

In Duisburg sank die finanzierbare Fläche im selben Zeitraum von 162,1 auf 131,6 Quadratmeter. Das entspricht einem Rückgang von 18,8 Prozent.

Gelsenkirchen bietet weiterhin am meisten Platz

Trotz deutlich gestiegener Angebotsmieten bieten einige Städte im Ruhrgebiet weiterhin vergleichsweise viel Wohnfläche.

An der Spitze liegt Gelsenkirchen. Dort reichen 1.000 Euro Kaltmiete im Oktober 2026 rechnerisch für 143,7 Quadratmeter. Im Oktober 2021 waren allerdings noch 174,2 Quadratmeter möglich. Der Rückgang beträgt damit 30,5 Quadratmeter beziehungsweise 17,5 Prozent.

Fast gleichauf liegt Recklinghausen mit 142,9 Quadratmetern. Herne folgt mit 138,1 Quadratmetern.

Damit bekommen Mieter in Gelsenkirchen für dasselbe Budget heute mehr als doppelt so viel Wohnfläche wie in Düsseldorf.

So viel Wohnfläche gibt es in NRW für 1.000 Euro Miete

So viel Wohnfläche gibt es in NRW für 1.000 Euro Miete

StadtOktober 2021Oktober 2026VeränderungVeränderung in %
Düsseldorf86,1 qm70,5 qm-15,6 qm-18,1 %
Köln87,7 qm71,9 qm-15,8 qm-18,0 %
Münster97,0 qm87,2 qm-9,8 qm-10,1 %
Bonn108,0 qm88,6 qm-19,4 qm-18,0 %
Bergisch Gladbach105,6 qm89,6 qm-16,0 qm-15,1 %
Aachen109,5 qm95,8 qm-13,7 qm-12,5 %
Leverkusen114,5 qm96,6 qm-17,9 qm-15,7 %
Neuss111,2 qm96,9 qm-14,3 qm-12,9 %
Krefeld127,9 qm100,9 qm-27,0 qm-21,1 %
Mönchengladbach137,2 qm105,3 qm-31,9 qm-23,3 %
Wuppertal134,0 qm106,3 qm-27,8 qm-20,7 %
Essen128,0 qm109,8 qm-18,3 qm-14,3 %
Solingen129,2 qm112,2 qm-17,0 qm-13,1 %
Mülheim an der Ruhr139,1 qm113,3 qm-25,8 qm-18,6 %
Paderborn135,7 qm116,7 qm-19,0 qm-14,0 %
Bielefeld132,1 qm119,8 qm-12,3 qm-9,3 %
Dortmund140,3 qm119,9 qm-20,3 qm-14,5 %
Oberhausen146,2 qm119,9 qm-26,3 qm-18,0 %
Bochum148,8 qm120,2 qm-28,6 qm-19,2 %
Hagen161,3 qm126,1 qm-35,2 qm-21,8 %
Siegen136,6 qm127,1 qm-9,5 qm-7,0 %
Hamm148,4 qm128,5 qm-19,8 qm-13,4 %
Moers154,8 qm129,4 qm-25,4 qm-16,4 %
Remscheid150,6 qm130,5 qm-20,1 qm-13,3 %
Duisburg162,1 qm131,6 qm-30,5 qm-18,8 %
Bottrop155,8 qm132,3 qm-23,5 qm-15,1 %
Herne166,4 qm138,1 qm-28,3 qm-17,0 %
Recklinghausen173,3 qm142,9 qm-30,5 qm-17,6 %
Gelsenkirchen174,2 qm143,7 qm-30,5 qm-17,5 %

Quelle: immowelt Price Map (Stand: Oktober 2026)

In Mönchengladbach ist fast ein Viertel der Wohnfläche weg

Der Fünfjahresvergleich zeigt eine klare Entwicklung: In allen 29 untersuchten NRW-Großstädten bekommen Mieter für 1.000 Euro heute weniger Wohnfläche als im Oktober 2021.

Besonders stark ist der relative Rückgang in Mönchengladbach. Dort sind 23,3 Prozent der finanzierbaren Wohnfläche weggefallen. Auch Hagen, Krefeld und Wuppertal verzeichnen Verluste von mehr als 20 Prozent.

Am anderen Ende der Skala entwickelt sich Siegen vergleichsweise stabil. Dort sank die finanzierbare Wohnfläche innerhalb von fünf Jahren lediglich um 7,0 Prozent. Auch Bielefeld und Münster bleiben mit Rückgängen von 9,3 beziehungsweise 10,1 Prozent unter dem NRW-weiten Trend vieler anderer Großstädte.

Gleichzeitig bleibt das Preisgefälle innerhalb Nordrhein-Westfalens enorm: Während 1.000 Euro in Düsseldorf nur noch für rund 71 Quadratmeter reichen, bekommen Mieter in Gelsenkirchen dafür noch rund 144 Quadratmeter.

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