Für 1.000 Euro Miete bekommen Mieter in Hessens Großstädten heute deutlich weniger Wohnfläche als noch vor fünf Jahren. Besonders knapp ist das Budget in Frankfurt am Main: Dort reichen 1.000 Euro Kaltmiete im Oktober 2026 nur noch für rund 60 Quadratmeter.
Kassel hat knapp 200.000 Einwohner und ist damit nach Frankfurt am Main und Wiesbaden die drittgrößte Stadt in Hessen. Foto: venemama / stock.adobe.com
Hessens Großstädte im Miet-Check
- Geringste Wohnfläche für 1.000 Euro Miete: Frankfurt am Main mit 60,3 Quadratmetern
- Meiste Wohnfläche für 1.000 Euro Miete: Kassel mit 108,3 Quadratmetern
- Stärkster Rückgang der Wohnfläche für 1.000 Euro Miete seit 2021: Frankfurt am Main mit -17,7 Prozent
Quelle: immowelt Price Map (Stand: Oktober 2026)
Wer in Hessen 1.000 Euro für die Kaltmiete zahlt, bekommt dafür heute deutlich weniger Wohnraum als noch vor fünf Jahren. Besonders groß sind die Unterschiede zwischen den hessischen Großstädten: Während das Budget in Frankfurt nur noch für rund 60 Quadratmeter reicht, sind in Kassel weiterhin mehr als 100 Quadratmeter möglich.
Der Fünfjahresvergleich von Angebotsmieten auf immowelt.de zeigt aber auch: In allen fünf untersuchten Großstädten ist die finanzierbare Wohnfläche seit Oktober 2021 deutlich geschrumpft.
Frankfurt bleibt mit Abstand am teuersten
Am wenigsten Wohnfläche gibt es weiterhin in Frankfurt am Main. Dort reichen 1.000 Euro Kaltmiete im Oktober 2026 rechnerisch nur noch für 60,3 Quadratmeter. Die durchschnittliche Angebotsmiete liegt bei 16,59 Euro pro Quadratmeter.
Im Oktober 2021 lag der Quadratmeterpreis noch bei 13,65 Euro. Damals waren für dasselbe Budget rund 73,3 Quadratmeter möglich.
Damit verlieren Mieter innerhalb von fünf Jahren rechnerisch rund 13,0 Quadratmeter Wohnfläche. Das entspricht einem Rückgang von 17,7 Prozent – dem stärksten prozentualen Verlust unter den untersuchten hessischen Großstädten.
Darmstadt, Offenbach und Wiesbaden unter 100 Quadratmetern
Auch in Darmstadt, Offenbach am Main und Wiesbaden reicht eine Kaltmiete von 1.000 Euro inzwischen für deutlich weniger als 100 Quadratmeter.
In Darmstadt sank die finanzierbare Wohnfläche von 94,2 Quadratmetern im Oktober 2021 auf 80,6 Quadratmeter im Oktober 2026. Das entspricht einem Verlust von rund 13,6 Quadratmetern beziehungsweise 14,4 Prozent.
In Offenbach am Main sind für 1.000 Euro aktuell noch rund 82,6 Quadratmeter möglich. Vor fünf Jahren waren es 95,2 Quadratmeter. Die finanzierbare Fläche schrumpfte damit um rund 12,7 Quadratmeter beziehungsweise 13,3 Prozent.
Wiesbaden kommt im Oktober 2026 auf 80,3 Quadratmeter. Im Oktober 2021 waren es noch 91,1 Quadratmeter. Das entspricht einem Rückgang von rund 10,8 Quadratmetern beziehungsweise 11,8 Prozent.
Kassel bleibt die Ausnahme
Im Hessen-Vergleich sticht Kassel weiterhin heraus. Dort bekommen Mieter für 1.000 Euro Kaltmiete im Oktober 2026 rechnerisch noch 108,3 Quadratmeter – deutlich mehr als in den anderen untersuchten Großstädten.
Doch auch in Kassel ist der Verlust beträchtlich. Im Oktober 2021 reichten 1.000 Euro noch für rund 125,3 Quadratmeter. Innerhalb von fünf Jahren gingen somit rechnerisch rund 17,0 Quadratmeter beziehungsweise 13,5 Prozent verloren.
Kassel bleibt damit die einzige der fünf untersuchten Großstädte, in der für 1.000 Euro noch mehr als 100 Quadratmeter möglich sind.
So viel Wohnfläche gibt es in Hessen 2026 noch für 1.000 Euro Miete:
| Stadt | Oktober 2021 | Oktober 2026 | Veränderung | Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|
| Frankfurt am Main | 73,3 qm | 60,3 qm | -13,0 qm | -17,7 % |
| Wiesbaden | 91,1 qm | 80,3 qm | -10,8 qm | -11,8 % |
| Darmstadt | 94,2 qm | 80,6 qm | -13,6 qm | -14,4 % |
| Offenbach am Main | 95,2 qm | 82,6 qm | -12,7 qm | -13,3 % |
| Kassel | 125,3 qm | 108,3 qm | -17,0 qm | -13,5 % |
Quelle: immowelt Price Map (Stand: Oktober 2026)
Wohnraum wird in ganz Hessen knapper
Die Zahlen zeigen, dass der Verlust an finanzierbarer Wohnfläche längst nicht nur Frankfurt betrifft. In allen fünf untersuchten Großstädten bekommen Mieter für 1.000 Euro heute weniger Platz als noch im Oktober 2021.
Prozentual ist der Rückgang in Frankfurt mit 17,7 Prozent am stärksten. Absolut verliert dagegen Kassel mit rund 17 Quadratmetern am meisten Wohnfläche. Aufgrund des niedrigeren Mietniveaus bleibt die nordhessische Stadt dennoch mit Abstand die günstigste der fünf Großstädte.
Vor allem im Rhein-Main-Gebiet reicht das Budget deutlich weniger weit: In Frankfurt, Wiesbaden, Darmstadt und Offenbach bleiben Wohnungssuchende mit 1.000 Euro Kaltmiete inzwischen klar unter 100 Quadratmetern.
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