Brandenburg hat mit Potsdam und Cottbus nur zwei Großstädte – und beim Mietniveau liegen Welten zwischen ihnen. Für 1.000 Euro Kaltmiete bekommen Mieter in der Landeshauptstadt 2026 nur noch rund 77 Quadratmeter. In Cottbus reicht dasselbe Budget dagegen für fast 135 Quadratmeter. Ein Grund für den großen Unterschied ist die besondere Lage Potsdams direkt vor den Toren Berlins.
Die Stadtzentren von Berlin und Potsdam liegen rund 28 Kilometer voneinander entfernt. Foto: rotschwarzdesign / stock.adobe.com
Brandenburgs Großstädte im Miet-Check
- Geringste Wohnfläche für 1.000 Euro Miete: Potsdam mit 77,0 Quadratmetern
- Meiste Wohnfläche für 1.000 Euro Miete: Cottbus mit 134,6 Quadratmetern
- Stärkster Rückgang der Wohnfläche für 1.000 Euro Miete seit 2021: Potsdam mit -16,8 Prozent
Quelle: immowelt Price Map (Stand: Oktober 2026)
Potsdam und Cottbus sind die einzigen beiden Großstädte Brandenburgs. Auf dem Mietmarkt könnten die Unterschiede zwischen ihnen kaum größer sein: Für ein fixes Budget von 1.000 Euro gibt es in Cottbus aktuell fast 58 Quadratmeter mehr Wohnfläche als in Potsdam, wie eine Auswertung der Angebotsmieten auf immowelt.de zeigt.
Dabei spielt auch die unterschiedliche Lage eine Rolle. Potsdam grenzt unmittelbar an Berlin und ist eng mit dem Wohnungsmarkt der Hauptstadt verflochten. Das Mietniveau ist entsprechend hoch. Cottbus liegt dagegen deutlich weiter von Berlin entfernt und bietet Mietern für dasselbe Budget wesentlich mehr Platz.
Gemeinsam ist beiden Städten allerdings die Entwicklung der vergangenen fünf Jahre: Die finanzierbare Wohnfläche ist sowohl in Potsdam als auch in Cottbus deutlich geschrumpft.
Potsdam: Nähe zu Berlin macht Wohnen teuer
In Potsdam liegt die durchschnittliche Angebotsmiete im Oktober 2026 bei 12,98 Euro pro Quadratmeter. Für 1.000 Euro Kaltmiete sind damit rechnerisch nur noch 77,0 Quadratmeter möglich.
Fünf Jahre zuvor sah das noch anders aus. Im Oktober 2021 lag der Quadratmeterpreis bei 10,80 Euro. 1.000 Euro reichten damals für rund 92,6 Quadratmeter.
Damit haben Mieter innerhalb von fünf Jahren rechnerisch 15,6 Quadratmeter verloren. Die finanzierbare Wohnfläche ist um 16,8 Prozent geschrumpft.
Die hohen Mieten der Landeshauptstadt sind auch vor dem Hintergrund ihrer Lage zu sehen. Potsdam gehört zum direkten Berliner Umland und ist für Pendler eng an die Hauptstadt angebunden. Das unterscheidet den Wohnungsmarkt deutlich von dem in Cottbus.
In Cottbus gibt es fast 58 Quadratmeter mehr
Wie groß der Unterschied innerhalb Brandenburgs ist, zeigt der Blick nach Cottbus. Dort liegt die durchschnittliche Angebotsmiete im Oktober 2026 bei 7,43 Euro pro Quadratmeter. Für 1.000 Euro bekommen Mieter rechnerisch 134,6 Quadratmeter – rund 57,6 Quadratmeter mehr als in Potsdam.
Doch auch in Cottbus hat dasselbe Budget deutlich an Kaufkraft auf dem Mietmarkt verloren. Im Oktober 2021 lag der Quadratmeterpreis noch bei 6,38 Euro. Damals waren für 1.000 Euro rund 156,7 Quadratmeter möglich.
Innerhalb von fünf Jahren gingen damit 22,1 Quadratmeter beziehungsweise 14,1 Prozent der finanzierbaren Wohnfläche verloren.
So viel Wohnfläche gibt es in Brandenburg für 1.000 Euro Miete
| Stadt | Oktober 2021 | Oktober 2026 | Veränderung | Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|
| Potsdam | 92,6 qm | 77,0 qm | -15,6 qm | -16,8 % |
| Cottbus | 156,7 qm | 134,6 qm | -22,1 qm | -14,1 % |
Quelle: immowelt Price Map (Stand: Oktober 2026)
Zwei Großstädte, zwei völlig unterschiedliche Mietmärkte
Potsdam und Cottbus zeigen, wie wenig ein landesweiter Blick allein über die tatsächlichen Wohnkosten aussagt. Obwohl beide Städte in Brandenburg liegen, bekommen Mieter in Cottbus für 1.000 Euro fast 75 Prozent mehr Wohnfläche als in Potsdam.
Die Entwicklung geht dennoch in dieselbe Richtung. Seit Oktober 2021 ist die finanzierbare Wohnfläche in Potsdam um 16,8 Prozent und in Cottbus um 14,1 Prozent gesunken.
Damit bleibt Cottbus zwar mit großem Abstand günstiger. Wer dort heute 1.000 Euro Kaltmiete ausgeben kann, bekommt aber ebenfalls deutlich weniger Wohnung als noch vor fünf Jahren.
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