Wer in einer bayerischen Großstadt 1.000 Euro für die Kaltmiete ausgibt, bekommt dafür heute deutlich weniger Wohnraum als noch vor fünf Jahren. Besonders knapp ist das Budget in München: Dort reichen 1.000 Euro im Oktober 2026 rechnerisch nur noch für rund 46 Quadratmeter.
Schön, aber teuer – wohnen in München. Foto: Tiberius Gracchus / stock.adobe.com
Doch auch in Nürnberg, Augsburg, Erlangen, Ingolstadt, Regensburg, Würzburg und Fürth ist die finanzierbare Wohnfläche seit 2021 deutlich geschrumpft.
Ein Fünfjahresvergleich der Angebotsmieten auf immowelt.de zeigt, wie stark sich die gestiegenen Angebotsmieten auf die Wohnfläche auswirken, die sich Mieter für ein festes Budget leisten können.
Bayerns Großstädte im Miet-Check
- Geringste Wohnfläche für 1.000 Euro Miete: München mit 46,2 Quadratmetern
- Meiste Wohnfläche für 1.000 Euro Miete: Fürth mit 88,8 Quadratmetern
- Stärkster Rückgang der Wohnfläche für 1.000 Euro Miete seit 2021: Nürnberg mit -16,0 Prozent
Quelle: immowelt Price Map (Stand: Oktober 2026)
München: 1.000 Euro reichen nur noch für 46 Quadratmeter
Mit Abstand am wenigsten Wohnfläche gibt es für 1.000 Euro in München. Im Oktober 2026 liegt die durchschnittliche Angebotsmiete bei 21,65 Euro pro Quadratmeter. Für ein Budget von 1.000 Euro sind damit rechnerisch nur noch 46,2 Quadratmeter möglich.
Fünf Jahre zuvor sah es bereits teuer aus, allerdings deutlich besser: Im Oktober 2021 lag der Quadratmeterpreis bei 18,40 Euro. 1.000 Euro reichten damals noch für rund 54,3 Quadratmeter.
Innerhalb von fünf Jahren sind damit rund 8,2 Quadratmeter beziehungsweise 15,0 Prozent der finanzierbaren Wohnfläche weggefallen.
Nürnberg verliert besonders viel Wohnfläche
Prozentual fällt der Rückgang unter den untersuchten bayerischen Großstädten in Nürnberg am stärksten aus.
Im Oktober 2021 reichten 1.000 Euro bei einer durchschnittlichen Angebotsmiete von 10,21 Euro pro Quadratmeter noch für rund 97,9 Quadratmeter. Im Oktober 2026 sind es bei 12,15 Euro pro Quadratmeter nur noch 82,3 Quadratmeter.
Das entspricht einem Minus von rund 15,6 Quadratmetern beziehungsweise 16,0 Prozent.
Auch in Fürth ist der Unterschied erheblich. Dort konnten Mieter mit 1.000 Euro vor fünf Jahren rechnerisch noch 103,8 Quadratmeter finanzieren. Heute sind es rund 88,8 Quadratmeter – 15,0 Quadratmeter weniger.
Auch Augsburg und Würzburg verlieren deutlich
In Augsburg schrumpfte die für 1.000 Euro finanzierbare Wohnfläche innerhalb von fünf Jahren von rund 95,4 auf 81,5 Quadratmeter. Das entspricht einem Rückgang von 13,9 Quadratmetern beziehungsweise 14,6 Prozent.
Ähnlich sieht es in Würzburg aus. Dort waren im Oktober 2021 für 1.000 Euro rechnerisch noch 99,5 Quadratmeter möglich. Im Oktober 2026 sind es nur noch 85,8 Quadratmeter. Damit gingen rund 13,7 Quadratmeter beziehungsweise 13,8 Prozent verloren.
In Erlangen sank die finanzierbare Fläche von 95,1 auf 82,6 Quadratmeter. Das entspricht einem Minus von 12,5 Quadratmetern beziehungsweise 13,1 Prozent.
Regensburg mit dem geringsten prozentualen Rückgang
Etwas geringer fällt der Verlust in Ingolstadt und Regensburg aus. In Ingolstadt ging die für 1.000 Euro finanzierbare Fläche von 96,5 auf 84,8 Quadratmeter zurück – ein Minus von rund 12,1 Prozent.
Regensburg verzeichnet unter den acht untersuchten Städten den geringsten prozentualen Rückgang. Dort reichten 1.000 Euro im Oktober 2021 für rund 95,0 Quadratmeter. Fünf Jahre später sind es rund 85,0 Quadratmeter. Das entspricht einem Verlust von 9,9 Quadratmetern beziehungsweise 10,5 Prozent.
So viel Wohnfläche gibt es in Bayern 2026 noch für 1.000 Euro Miete:
| Stadt | Oktober 2021 | Oktober 2026 | Veränderung | Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|
| München | 54,3 qm | 46,2 qm | -8,2 qm | -15,0 % |
| Augsburg | 95,4 qm | 81,5 qm | -13,9 qm | -14,6 % |
| Erlangen | 95,1 qm | 82,6 qm | -12,5 qm | -13,1 % |
| Nürnberg | 97,9 qm | 82,3 qm | -15,6 qm | -16,0 % |
| Ingolstadt | 96,5 qm | 84,8 qm | -11,7 qm | -12,1 % |
| Regensburg | 95,0 qm | 85,0 qm | -9,9 qm | -10,5 % |
| Würzburg | 99,5 qm | 85,8 qm | -13,7 qm | -13,8 % |
| Fürth | 103,8 qm | 88,8 qm | -15,0 qm | -14,5 % |
Quelle: immowelt Price Map (Stand: Oktober 2026)
1.000 Euro reichen in allen Städten für weniger Wohnraum
Der Fünfjahresvergleich zeigt eine klare Entwicklung: In allen acht untersuchten bayerischen Großstädten bekommen Mieter für 1.000 Euro heute weniger Wohnfläche als im Oktober 2021.
Besonders groß ist der prozentuale Rückgang in Nürnberg, München, Augsburg und Fürth. München nimmt zugleich eine Sonderstellung ein: Obwohl der absolute Flächenverlust dort geringer ausfällt als in anderen Städten, ist das Ausgangsniveau bereits wesentlich niedriger.
Während 1.000 Euro in Fürth selbst 2026 noch für knapp 89 Quadratmeter reichen, sind es in München gerade einmal gut 46 Quadratmeter.
Für Wohnungssuchende bedeutet das: Ein festes Mietbudget reicht in Bayerns Großstädten heute deutlich weniger weit als noch vor fünf Jahren.
Aktualisiert am
Seite weiterleiten
Artikel drucken