Ratgeber

Vergiss IKEA! Dieses selbstgebaute DIY-Regal rettet jede kleine Wohnung

Autorenbild Kilian Treß
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Decke leer, Boden voll? In kleinen Wohnungen bleibt oft viel Potenzial ungenutzt – besonders über unseren Köpfen. Ein maßgefertigtes Regal mit eingebauter Leiter zeigt, wie selbst Dachschrägen zu Stauraumwundern werden. Wir erklären, warum das Prinzip so genial ist, wie es sich einfach umsetzen lässt – und welche Alternativen es gibt.

Wenn dir der Platz über den Kopf wächst – wortwörtlich

In kleinen Wohnungen oder WG-Zimmern reicht der Platz oft nicht aus. Schränke sind voll, unter dem Bett ist bereits alles verstaut, und selbst Regale stehen bis zum Rand gefüllt im Raum. Dabei gibt es eine Fläche, die viele übersehen: den Raum über Kopfhöhe.

Oberhalb von Türen, entlang von Dachschrägen oder einfach an der Decke schlummert wertvoller Stauraum, der meist ungenutzt bleibt – schlichtweg, weil klassische Möbel nur auf die Bodenfläche ausgerichtet sind. Doch wer den Raum in Kubikmetern statt Quadratmetern denkt, entdeckt schnell völlig neue Möglichkeiten.

Wie ein Regal bis zur Decke Probleme löst

Eine Lösung, die sich in verschiedenen Raumkonzepten wiederfindet, ist ein deckenhohes Regal mit integrierter Leiter. Es schmiegt sich optimal an Dachschrägen oder hohe Wände an und nutzt die Fläche von unten bis ganz oben aus – ohne zusätzlich Grundfläche zu verbrauchen. Oben lassen sich Bücher, Kisten, Kleidung oder selten benötigte Dinge verstauen – leicht erreichbar über eine schmale Leiter.

Diese Idee lässt sich auch ohne Maßanfertigung umsetzen:

  • Wandregale nahe der Decke bieten zusätzlichen Platz für saisonale Dinge.
  • Hohe Bücherstapel oder schmale Regalmodule wirken minimalistisch und effizient.
  • Hängeregale oder Körbe an Haken bringen Struktur in Küche, Bad oder Flur.
  • Modulare Stecksysteme lassen sich flexibel erweitern – ideal für Mietwohnungen.

Das Prinzip bleibt dabei immer gleich: Wer nach oben denkt, entlastet den Boden und schafft Platz, wo vorher keiner war.

Was bringt’s wirklich? Und wo liegt der Haken?

Vorteile:

  • Mehr Stauraum auf gleicher Fläche: Die Luft über unseren Köpfen wird nutzbar – ohne den Raum zuzustellen.
  • Optische Weite: Hohe Regale lenken den Blick nach oben und lassen Räume größer erscheinen.
  • Ordnung mit System: Alles hat seinen Platz – oben das, was selten gebraucht wird, unten das Nötige.
  • Flexibel und kreativ: Viele Lösungen lassen sich selbst bauen oder mit einfachen Mitteln umsetzen.

Nachteile:

  • Erreichbarkeit: Für die oberen Fächer braucht es eine Leiter oder einen Hocker.
  • Staubansammlungen: Was lange unberührt bleibt, verstaubt – regelmäßiges Reinigen ist nötig.
  • Nicht für alle Räume geeignet: In Altbauten oder bei abgehängten Decken ist die Traglast zu beachten.
  • Optisches Ungleichgewicht: Zu viel Stauraum oben kann den Raum erschlagen – ein durchdachtes Farbkonzept hilft.

Zwischen Kompromiss und Komfort – so passt die Idee zu dir

Nicht jede Wohnung erlaubt ein deckenhohes Regal über die gesamte Wandbreite. Aber das Prinzip lässt sich leicht anpassen. Zwei bis drei schmale Module, ein einzelnes hohes Regal in einer Ecke oder offene Wandregale unter der Decke – schon sind zusätzliche Ablageflächen gewonnen. Wer keine Löcher bohren darf, setzt auf Schränke mit Aufbewahrungsboxen obendrauf oder nutzt Klemmregale.

Auch die Kombination mit anderen Raumkonzepten lohnt sich: Ein Hochbett mit darunterliegendem Arbeitsplatz, ein Raumteiler mit Regalfunktion oder mobile Möbel auf Rollen ergänzen das Prinzip ideal – besonders in Einzimmerwohnungen.

Fazit: Deine Decke ist der neue Stauraum

Ob maßgefertigt oder DIY – das Hochregal ist eine clevere Lösung für kleine Räume. Es nutzt die Raumhöhe sinnvoll aus, schafft Ordnung und bringt optisch mehr Ruhe. Vor allem aber zeigt es: Wer den Blick hebt, entdeckt neue Möglichkeiten. Ob Regal, Hängekorb oder Aufbewahrungsbox – der Raum über dir hat mehr Potenzial, als du denkst.

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