Im Garten

Zarte Knospen und Frost: Was jetzt im Garten wichtig ist – bevor die Eisheiligen zuschlagen

Autorenbild: Andreas Steger

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Die ersten Pflanzen treiben bereits aus, die Beete werden wieder grün. Doch die Gefahr ist noch längst nicht vorbei. Bis zu den Eisheiligen im Mai kann es nachts immer wieder Frost geben – und der kann zarte Knospen schnell zerstören.

Frühling im Garten – aber der Frost ist noch nicht vorbei

Sobald die Tage länger werden und die Temperaturen steigen, beginnt im Garten die neue Saison. Viele Stauden treiben aus, Obstbäume bilden Knospen und auch empfindlichere Pflanzen zeigen erste Triebe. Gerade in milden Frühjahren passiert das oft schon im März oder Anfang April.

Das Problem: Während tagsüber teilweise zweistellige Temperaturen erreicht werden, kann es nachts noch deutlich unter den Gefrierpunkt gehen. Diese sogenannten Spätfröste sind für viele Pflanzen besonders gefährlich, weil junge Triebe und Blüten sehr empfindlich sind. Ein einziger Frost kann genügen, um die frischen Austriebe zu schädigen.

Viele Gärtner orientieren sich deshalb an einer alten Bauernregel: Erst nach den Eisheiligen gilt der Frühling als wirklich sicher.

Die Eisheiligen: Warum sie für Pflanzen so wichtig sind

Mit den Eisheiligen sind mehrere Gedenktage im Mai gemeint, die traditionell mit einem letzten Kälteeinbruch in Verbindung gebracht werden. Dazu gehören Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und schließlich die Kalte Sophie am 15. Mai.

Die Regel besagt: Erst nach diesem Datum ist die Gefahr von Nachtfrost weitgehend gebannt. Auch wenn sich das Wetter durch den Klimawandel verändert hat, zeigt die Erfahrung vieler Hobbygärtner, dass es bis Mitte Mai tatsächlich immer wieder empfindlich kalt werden kann.

Gerade wärmeliebende Pflanzen wie Tomaten, Zucchini oder Gurken sollten deshalb erst nach den Eisheiligen dauerhaft ins Freie gesetzt werden. Wer zu früh pflanzt, riskiert Frostschäden.

Diese Pflanzen sind jetzt besonders gefährdet

Nicht alle Pflanzen reagieren gleich empfindlich auf Kälte. Einige Arten vertragen auch leichte Minusgrade, während andere schon bei wenigen Grad über Null Schaden nehmen.

Besonders frostempfindlich sind zum Beispiel:

  • Gemüsejungpflanzen wie Tomaten oder Paprika
  • Zucchini, Gurken und Kürbisse
  • empfindliche Balkonpflanzen
  • frisch ausgetriebene Hortensien
  • frühe Obstblüten, etwa bei Aprikosen oder Pfirsichen

Wenn solche Pflanzen bereits im Garten stehen oder austreiben, lohnt sich ein genauer Blick auf die Wettervorhersage.

So schützt du Pflanzen vor Spätfrost

Wer seine Pflanzen vor Kälteschäden schützen will, kann mit einfachen Mitteln viel erreichen. Wichtig ist vor allem, empfindliche Triebe in kalten Nächten abzudecken.

Gut geeignet sind zum Beispiel:

  • Vlies oder Gartenschutzfolie über Beeten und Pflanzen
  • umgedrehte Töpfe oder Eimer über kleinen Pflanzen
  • Mulch oder Laub, das den Boden zusätzlich isoliert
  • geschützte Standorte nahe Hauswänden

Auch Balkonpflanzen können kurzfristig geschützt werden, indem sie nachts näher an die Hauswand gestellt oder ins Haus geholt werden.

Ein weiterer Trick: Wer Jungpflanzen noch in Töpfen hat, sollte sie möglichst lange geschützt auf Balkon oder Fensterbank lassen und erst nach den Eisheiligen endgültig auspflanzen.

Geduld zahlt sich im Garten aus

Viele Hobbygärtner können es kaum erwarten, ihre Beete im Frühjahr vollständig zu bepflanzen. Doch gerade in Deutschland kann der Frühling sehr wechselhaft sein. Ein paar warme Tage bedeuten noch lange nicht, dass der Frost endgültig vorbei ist.

Wer empfindliche Pflanzen erst nach den Eisheiligen ins Freie setzt oder sie bis dahin gut schützt, erspart sich oft viel Ärger. Denn wenn junge Triebe einmal erfroren sind, brauchen Pflanzen Wochen, um sich davon zu erholen – oder sie gehen sogar komplett ein.

Ein wenig Geduld bis zur Kalten Sophie Mitte Mai kann deshalb darüber entscheiden, ob der Garten im Sommer üppig wächst oder nur langsam in Gang kommt.

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