Ratgeber

Wunderwaffe Nudelwasser – warum sich deine Pflanzen darüber freuen

Autorenbild Kilian Treß

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Nach dem Kochen landet es meist direkt im Abfluss: Nudelwasser. Dabei schwören viele Hobbygärtner darauf, dass das Kochwasser von Pasta auch Pflanzen guttun soll. Doch was steckt dahinter – und eignet sich Nudelwasser tatsächlich als Dünger für Balkonpflanzen oder den Garten?

Warum Nudelwasser für Pflanzen interessant sein kann

Beim Kochen von Nudeln gehen kleine Mengen an Stärke und Mineralstoffen ins Wasser über. Diese Bestandteile können theoretisch auch für Pflanzen nützlich sein. Stärke kann Mikroorganismen im Boden als Nahrungsquelle dienen, während Mineralstoffe wie Kalium oder Phosphor in sehr kleinen Mengen ebenfalls enthalten sein können.

Der Effekt ist jedoch eher mild. Nudelwasser ersetzt keinen klassischen Dünger, kann aber in bestimmten Situationen als kleine Zusatzgabe dienen.

Wichtig: Nur ungesalzenes Nudelwasser verwenden

Entscheidend ist eine einfache Regel: Das Wasser darf kein Salz enthalten. Gesalzenes Nudelwasser kann Pflanzen schaden, weil Salz den Boden belastet und die Wasseraufnahme der Wurzeln erschwert. Wer das Kochwasser für Pflanzen nutzen möchte, sollte daher Nudeln ohne Salz kochen oder einen kleinen Teil des Wassers vor dem Salzen abschöpfen. Außerdem sollte das Wasser vollständig abgekühlt sein, bevor es zum Gießen verwendet wird.

Welche Pflanzen profitieren können

Vor allem robuste Pflanzen können von gelegentlichem Nudelwasser profitieren. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Zimmerpflanzen wie Grünlilie oder Monstera
  • Kräuter auf dem Balkon
  • Gemüsepflanzen im Garten

Die enthaltene Stärke kann die Aktivität von Bodenorganismen leicht fördern. Diese Mikroorganismen helfen wiederum dabei, organische Stoffe im Boden zu zersetzen und Nährstoffe verfügbar zu machen.

Wie oft man Nudelwasser verwenden sollte

Nudelwasser eignet sich eher als gelegentliche Ergänzung beim Gießen. Eine regelmäßige oder große Menge ist nicht sinnvoll, da sich sonst Stärke im Boden ansammeln kann.

Ein kleiner Schluck alle paar Wochen reicht völlig aus. Zwischendurch sollten Pflanzen weiterhin mit normalem Wasser gegossen werden.

Wann man besser darauf verzichtet

Bei empfindlichen Pflanzen oder in sehr kleinen Blumentöpfen ist Vorsicht geboten. Hier kann die Stärke schneller zu Ablagerungen im Boden führen.

Auch bei Pflanzen, die sehr trockene oder nährstoffarme Böden bevorzugen, etwa Kakteen oder Sukkulenten, ist Nudelwasser keine gute Wahl.

Kauftipp: Um sicher zu gehen, solltest du ggf. aufdas Nudelwasser verzichten und richtigen Dünger für Blumen und Pflanzen kaufen. 

Fazit

Nudelwasser ist kein Wunderdünger, kann aber gelegentlich sinnvoll genutzt werden. Vorausgesetzt, es ist ungesalzen und vollständig abgekühlt. Als kleine Ergänzung beim Gießen kann es Mikroorganismen im Boden unterstützen und so indirekt das Pflanzenwachstum fördern.

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