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„Ich lege mich jetzt erstmal für drei Tage in die Eistonne.“ Mit diesem Satz schrieb Per Mertesacker nach dem WM-Achtelfinale 2014 gegen Algerien Fußballgeschichte. Während damals vor allem die Regeneration im Mittelpunkt stand, erlebt die Eistonne heute einen neuen Boom. Immer mehr Menschen stellen sich im Garten eine Wanne mit Eiswasser auf und schwören auf die schnelle Abkühlung an heißen Sommertagen.
Während der Pool zum entspannten Baden einlädt, sorgt das Eiswasser für die maximale Abkühlung an heißen Sommertagen. Foto: KI-generiert
Was früher vor allem Profisportlern vorbehalten war, ist inzwischen auch im privaten Bereich angekommen. Eistonnen sind vergleichsweise günstig, benötigen wenig Platz und versprechen eine deutlich stärkere Abkühlung als viele Pools, deren Wasser im Hochsommer oft selbst Badewannentemperatur erreicht.
Vor allem an Tagen mit mehr als 30 Grad suchen viele nach Möglichkeiten, den Körper schnell herunterzukühlen. Genau hier kommt die Eistonne ins Spiel.
Kühlt eine Eistonne besser als ein Pool?
Wer in einen Pool mit 26 bis 30 Grad Wassertemperatur springt, empfindet zunächst eine angenehme Erfrischung. Nach wenigen Minuten hat sich der Körper jedoch an die Temperatur gewöhnt.
In einer Eistonne sieht das anders aus. Das oft nur wenige Grad kalte Wasser entzieht dem Körper deutlich schneller Wärme. Die Hauttemperatur sinkt innerhalb kurzer Zeit, der Kreislauf wird aktiviert und viele Menschen fühlen sich anschließend wacher und frischer.
Allerdings hält die Wirkung nicht dauerhaft an. Sobald man wieder in die Sonne geht, beginnt der Körper erneut zu schwitzen. Die Eistonne ersetzt daher keine kühle Wohnung oder einen schattigen Gartenplatz, sondern sorgt vor allem für einen kurzfristigen Frischekick.
Die Vorteile der Eistonne im Sommer
Die Beliebtheit kommt nicht von ungefähr. Gegenüber einem klassischen Pool bietet die Eistonne einige Vorteile:
- Schnelle und intensive Abkühlung
- Geringer Platzbedarf
- Niedrige Anschaffungskosten
- Weniger Wasserverbrauch
- Einfacher Aufbau auch auf Terrasse oder Balkon
Gerade in kleinen Gärten kann eine Eistonne daher eine interessante Alternative sein, wenn für einen Pool der Platz fehlt.
Nicht jeder sollte ins Eiswasser steigen
So angenehm die Abkühlung auch sein kann: Die Kälte belastet den Kreislauf deutlich stärker als ein normales Bad. Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Bluthochdruck sollten deshalb vorsichtig sein und im Zweifel ärztlichen Rat einholen.
Auch für gesunde Menschen gilt: Langsam herantasten. Ein bis zwei Minuten reichen für Einsteiger völlig aus. Wer direkt zu lange im Eiswasser bleibt, riskiert Schwindel oder Kreislaufprobleme.
Fazit: Für einen entspannten Nachmittag mit Familie und Freunden kann die Eistonne einen Pool nicht ersetzen. Wer jedoch eine schnelle und effektive Abkühlung sucht, findet im Eiswasser eine überraschend wirksame Alternative.
Per Mertesacker wollte sich nach 120 WM-Minuten am liebsten drei Tage lang in die Eistonne legen. Für die meisten Menschen dürften dagegen schon wenige Minuten reichen, um sich an einem heißen Sommertag wieder wie ein Weltmeister zu fühlen.
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