Die Dauer eines Immobilienverkaufs hängt entscheidend vom Preis ab. Wer zu hoch ansetzt, riskiert monatelange Leerstände im Inserat. Eine aktuelle Auswertung von immowelt zeigt: Makler inserieren im Schnitt marktgerechter – und verkaufen dadurch deutlich schneller als private Anbieter.
Makler inserieren zu marktgerechteren Preisen und verkaufen dadurch schneller. Foto: MariaFernanda / stock.adobe.com
Der Preis entscheidet über Tempo und Erfolg
Käufer vergleichen zahlreiche Angebote online. Ist ein Preis offensichtlich überzogen, wirkt das abschreckend. Realistische Preise hingegen ziehen sofort ernsthafte Interessenten an. Genau hier liegt der Vorteil von Maklern: Laut immowelt Anaylse liegen ihre Inseratspreise im Schnitt 7,3 Prozent unter privaten Angeboten bei Häusern und 9,1 Prozent bei Wohnungen.
Makler kennen den Markt besser
Professionelle Anbieter bringen Erfahrung und Marktkenntnis mit. Sie bewerten Immobilien objektiver, berücksichtigen Lage, Zustand und Nachfrage – und landen dadurch schneller beim realistischen Wert. Private Verkäufer überschätzen ihre Objekte dagegen häufig, was in der immowelt Auswertung über alle Wohnimmobilien hinweg zu einem Aufschlag von 8,6 Prozent führte.
Weniger Verhandlungen, mehr Abschlüsse
Ein realistischer Einstiegspreis bedeutet nicht nur mehr Anfragen, sondern auch weniger zähe Preisgespräche. Käufer haben Vertrauen in das Angebot und sind eher bereit, den geforderten Betrag zu akzeptieren. Bei überteuerten Privatangeboten folgt dagegen oft ein langer Verhandlungsmarathon – oder gar kein Abschluss.
Praxisbeispiel pro Maklerverkauf
Ein Makler inseriert eine Wohnung für 400.000 Euro, ein vergleichbarer Privatverkäufer bietet für 435.000 Euro an. Während die Maklerwohnung in wenigen Wochen einen Käufer findet, steht das Privatangebot Monate später noch online – mittlerweile mehrfach reduziert.
Geschrieben am 14.10.2025
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