Steht der Balkon den ganzen Tag in der prallen Sonne, wird er im Sommer schnell zur Hitzefalle. Vor allem Südbalkone heizen sich bei hohen Temperaturen stark auf – oft so sehr, dass sie tagsüber kaum noch nutzbar sind. Mit ein paar einfachen Maßnahmen lässt sich die gefühlte Temperatur jedoch deutlich senken, ganz ohne aufwendige Umbauten.
Mit den richtigen Maßnahmen wird auch ein Südbalkon im Sommer nicht zum Glutofen. Foto: bittedankeschoen / stock.adobe.com
1. Pflanzen als natürliche Klimaanlage nutzen
Dichtes Grün sorgt nicht nur für eine angenehme Atmosphäre, sondern hilft auch dabei, die Umgebung abzukühlen. Pflanzen geben über ihre Blätter Feuchtigkeit an die Luft ab und können so die Hitze etwas mildern.
Besonders geeignet sind Arten mit großen Blättern wie Zierbananen oder Bambus. Auch Kletterpflanzen wie Sternjasmin schaffen zusätzlichen Schatten. Werden mehrere Pflanzen dicht zusammengestellt, entsteht ein kleines, feuchteres Mikroklima.
2. Naturmaterialien auf den Boden legen
Beton, dunkle Fliesen oder WPC-Dielen speichern die Sonnenwärme besonders lange und geben sie selbst am Abend noch ab. Ein Outdoor-Teppich aus Seegras, Sisal, Bambus oder wetterfestem Gewebe schützt den Boden vor direkter Sonneneinstrahlung und sorgt dafür, dass er sich weniger stark aufheizt. Gleichzeitig bleibt der Boden angenehmer für nackte Füße.
3. Sonnensegel statt Sonnenschirm
Ein Sonnenschirm benötigt viel Platz und ist bei Wind oft unpraktisch. Deutlich eleganter ist ein helles Sonnensegel, das Schatten spendet und den Balkon optisch aufwertet.
Wer in einer Mietwohnung oder Eigentumswohnung lebt, sollte auf Modelle mit abnehmbaren Befestigungen setzen. Dauerhafte Installationen sind in vielen Wohnanlagen nicht erlaubt.
4. Helle und luftige Möbel wählen
Auch die Möbel beeinflussen das Hitzegefühl. Dunkle Metallmöbel oder geschlossene Kunststoffstühle werden in der Sonne schnell unangenehm heiß.
Besser geeignet sind Möbel aus hellem Holz, Rattan oder Stühle mit luftdurchlässiger Bespannung. Sie speichern weniger Wärme und lassen die Luft besser zirkulieren.
5. Outdoor-Vorhänge als flexiblen Sonnenschutz einsetzen
Vor allem die tief stehende Abendsonne kann den Balkon stark aufheizen. Wetterfeste Vorhänge schaffen hier schnell Abhilfe. Sie blockieren die direkte Sonneneinstrahlung und verleihen dem Balkon gleichzeitig eine gemütliche Atmosphäre. Je nach Saison lassen sich Stoffe und Farben unkompliziert austauschen.
6. Bambusmatten oder Schilfmatten anbringen
Nicht nur der Balkon selbst wird heiß – auch die Wohnung dahinter heizt sich über Fenster und Balkontür zusätzlich auf.
Schilf- oder Bambusmatten an der Balkonbrüstung wirken wie ein natürlicher Sonnenschutz. Sie filtern das Sonnenlicht, lassen aber weiterhin Luft hindurch und können so den Hitzestau vor den Fenstern verringern.
7. Am Abend Boden und Pflanzen wässern
Eine einfache, aber wirkungsvolle Methode ist es, den Balkon nach Sonnenuntergang gründlich zu wässern. Werden Pflanzen gegossen und der Boden mit Wasser benetzt, verdunstet die Feuchtigkeit langsam und entzieht der Umgebung Wärme. Dadurch fühlt sich die Luft auf dem Balkon spürbar angenehmer an.
8. Mit einem Sprühnebel für Abkühlung sorgen
Ein feiner Wassernebel kann die gefühlte Temperatur deutlich senken. Kleine Sprühnebelsysteme oder mobile Sprühgeräte verteilen winzige Wassertröpfchen, die beim Verdunsten Wärme aufnehmen. Besonders effektiv wird der Kühlungseffekt in Kombination mit einem Ventilator, der die kühle Luft zusätzlich verteilt.
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