Viele Wärmepumpen laufen im Sommer einfach weiter – ohne dass jemand darüber nachdenkt. Dabei steckt gerade in den warmen Monaten viel Sparpotenzial. Wer ein paar Einstellungen anpasst, kann den Stromverbrauch deutlich senken – ohne auf Komfort zu verzichten.
Mit einfachen Einstellungen lässt sich die Wärmepumpe im Sommer deutlich effizienter betreiben – und Stromkosten spürbar senken. Foto: Shahla (KI generiert) / stock.adobe.com
Kühlmodus nur einsetzen, wenn es wirklich nötig ist
Wärmepumpen mit Kühlfunktion wirken im Sommer verlockend. Doch die aktive Kühlung verbraucht viel Strom. Wer tagsüber Fenster schließt, Rollos nutzt und nur früh oder spät lüftet, hält Räume oft auch ohne Technik angenehm kühl. Die Kühlfunktion sollte nur punktuell laufen – nie dauerhaft.
Willst du mehr wissen? Hier haben wir 6 Tipps gegen Sommerhitze in der Wohnung.
Warmwasser auf Sommerniveau einstellen
Viele Anlagen heizen das Wasser auch im Sommer auf 60 Grad – obwohl das gar nicht nötig ist. Eine Absenkung auf 45 bis 50 Grad spart spürbar Energie. Das reicht für den Alltag aus, vor allem bei regelmäßiger Nutzung. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann zwischendurch auf 60 Grad aufheizen, um Legionellen abzutöten.
Zeitprogramme im Sommer anpassen
Wenn alle außer Haus sind, braucht niemand warmes Wasser. Genau hier setzen Zeitschaltfunktionen an. Im Sommer lohnt es sich besonders, die Betriebszeiten zu reduzieren – etwa nachts oder tagsüber, wenn niemand duscht oder den Wasserhahn nutzt. Je kürzer die Laufzeit, desto weniger Strom wird verbraucht.
Solarstrom clever mitnutzen
Eine Photovoltaikanlage liefert im Sommer besonders viel Strom – ideal, um die Wärmepumpe tagsüber laufen zu lassen. So kann warmes Wasser mit Sonnenenergie erzeugt werden. Einige Systeme lassen sich sogar mit PV-Anlagen koppeln, um automatisch dann zu starten, wenn die Sonne scheint.
Heizkreisläufe deaktivieren – aber gezielt
Viele denken nicht daran: Auch im Sommer laufen Heizkreise oft weiter. Dabei reicht der reine Warmwasserbetrieb völlig aus. Im Menü der Steuerung lässt sich der Sommerbetrieb aktivieren – oder Heizkreise manuell abschalten. Achtung: Nie die gesamte Anlage ausschalten, sondern gezielt steuern.
Wartung nicht aufschieben
Gerade bei hohen Temperaturen kann ein verschmutzter Filter oder klemmendes Ventil den Stromverbrauch in die Höhe treiben. Ein kurzer Check im Sommer wirkt oft Wunder: Sind die Luftfilter sauber? Funktionieren alle Ventile? Kleine Wartungsmaßnahmen steigern die Effizienz – ganz ohne Techniker.
Auf Schatten achten
Die Außeneinheit der Wärmepumpe sollte im Sommer möglichst im Schatten stehen. Direkte Sonneneinstrahlung heizt die Luft auf und verschlechtert die Arbeitsbedingungen der Anlage. Ein einfacher Sonnenschutz oder ein schattiger Platz helfen, die Leistung stabil zu halten – bei weniger Energieaufwand.
Geschrieben am 25.08.2025
von
100% der Leser fanden diesen Artikel hilfreich
Seite weiterleiten
Artikel drucken