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Schmelzwasser dringt ins Haus – diese Schäden bemerken viele erst Wochen später

Autorenbild Kilian Treß
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Wenn Schnee schmilzt, beginnt für viele Gebäude erst die kritische Phase. Schmelzwasser kann unbemerkt in Haus oder Wohnung eindringen und dort Schäden verursachen, die sich oft erst Tage oder sogar Wochen später zeigen. Besonders gefährlich wird es, wenn Tauwetter und erneuter Frost sich abwechseln.

Wenn Schmelzwasser den falschen Weg nimmt

Schmelzwasser entsteht langsam und kontinuierlich. Anders als bei starkem Regen fließt es nicht schlagartig ab, sondern sucht sich über Stunden oder Tage seinen Weg. Ist der Boden noch gefroren, kann es nicht versickern. Stattdessen läuft es seitlich ab – häufig direkt an Hauswände, Sockel oder in tieferliegende Bereiche wie Lichtschächte.

Das Tückische daran: Der Wassereintrag bleibt oft unbemerkt. Es bilden sich keine großen Pfützen, dennoch gelangt Feuchtigkeit in Bauteile, die eigentlich trocken bleiben sollten.

Frost verstärkt den Schaden unbemerkt

Ist das Wasser erst einmal eingedrungen, folgt die eigentliche Gefahr oft später. Sinkt die Temperatur nachts erneut unter null Grad, gefriert die Feuchtigkeit in Rissen, Fugen oder unter Belägen. Beim Gefrieren dehnt sich Wasser aus und vergrößert selbst kleinste Haarrisse.

Dieser Prozess wiederholt sich häufig über mehrere Tage oder Wochen. Jeder Frost-Tau-Wechsel weitet die vorhandenen Schwachstellen ein Stück weiter. Sichtbare Schäden treten oft erst deutlich später auf – wenn niemand mehr an Schnee oder Tauwetter denkt.

Wo sich die Schäden besonders häufig zeigen

Besonders anfällig sind Lichtschächte, Kellerfenster, Balkone, Terrassen sowie bodentiefe Türen und Fenster. In Lichtschächten kann sich Schmelzwasser sammeln, wenn Abläufe blockiert sind oder der Boden gefroren bleibt. Steigt der Wasserstand, gelangt Feuchtigkeit an Fensteranschlüsse oder ins Mauerwerk.

Auf Balkonen und Terrassen staut sich Schmelzwasser häufig unter Fliesen oder Belägen. Dringt es dort ein und friert erneut, entstehen Spannungen im Material. Die Folgen zeigen sich oft erst später: Risse, lose Fliesen oder feuchte Decken in darunterliegenden Räumen.

Auch schwellenarme Türen und bodentiefe Fenster reagieren empfindlich. Sammelt sich dort Wasser, kann es unter Dichtungen laufen. Friert die Feuchtigkeit später erneut, werden Dichtungen, Anschlüsse oder angrenzende Bauteile zusätzlich belastet.

Wenn Schäden erst Wochen später sichtbar werden

Viele typische Anzeichen treten zeitverzögert auf. Dazu gehören abplatzender Putz, dunkle Flecken an Innenwänden, muffiger Geruch oder feuchte Stellen im Bodenbereich. Der Zusammenhang mit Schnee und Schmelzwasser wird dann oft nicht mehr erkannt.

Gerade deshalb gelten Schäden durch Schmelzwasser als besonders heimtückisch. Sie entstehen nicht durch extreme Wetterereignisse, sondern durch eine Kombination aus langsamem Wassereintrag und wiederholtem Frost.

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