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Günstige Hochschulstädte: Wo dein BAföG reicht

Autorenbild: Sebastian Brunner
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Eine aktuelle immowelt Analyse zeigt, dass die im Rahmen des BAföG bereitgestellte Wohnpauschale von 380 Euro in vielen Hochschulstädten nicht für Studenten ausreicht, um die Kaltmiete einer kleinen Wohnung zu decken. Doch wie sehen die günstigen Optionen aus? Erfahre hier, welche Städte das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bieten und wo die Mieten am niedrigsten sind.

Die Erhöhung des BAföG-Höchstsatzes sollte den Studierenden eine finanzielle Entlastung bieten. Allerdings zeigt eine immowelt Analyse, dass die erhöhte Wohnpauschale von 380 Euro in den meisten Städten nicht ausreicht, um die Miete einer Studentenwohnung zu decken. Dennoch gibt es einige Städte, in denen diese Pauschale ausreicht, um die Kaltmiete abzudecken.

Info: BAföG-Wohnpauschale und Mietanteil

Die aktuelle Wohnpauschale beträgt 380 Euro monatlich. Generell kann ein Student einen BAföG-Höchstsatz von 992 Euro monatlich erhalten. Die Höhe der durchschnittlichen Kaltmiete für 40-Quadratmeterwohnungen in verschiedenen Hochschulstädten wird als Prozentsatz dieses Betrags berechnet.

Preiswertes Ostdeutschland

In Ostdeutschland finden Studierende einige der günstigsten Städte für Studentenwohnungen. Chemnitz führt diese Liste an, mit einer Miete von nur 242 Euro, was lediglich 64 Prozent der BAföG-Wohnpauschale von 380 Euro entspricht. Dies macht Chemnitz zur günstigsten Stadt für Studierende im Vergleich zur Wohnpauschale. Beachte jedoch, dass die genannten Mietpreise nur die Kaltmieten darstellen; Nebenkosten für die Warmmiete können zusätzliche Ausgaben verursachen.

Magdeburg, ebenfalls in Ostdeutschland gelegen, bietet eine Miete von 291 Euro, was 77 Prozent der Pauschale ausmacht. Diese Stadt stellt eine attraktive Option für Studierende dar, die ein knappes Budget haben.

Halle (Saale) ist ebenfalls kostengünstig, mit einer Miete von 322 Euro (85 Prozent). Cottbus und die Großstädte Leipzig und Dresden bieten ebenfalls erschwingliche Mietpreise. In Cottbus liegt die Miete bei 330 Euro (87 Prozent der Pauschale), während sie in Leipzig und Dresden bei 350 Euro (92 Prozent) und 348 Euro (92 Prozent) liegt. Diese Städte bieten eine gute Mischung aus Erschwinglichkeit und Lebensqualität.

Diese Städte punkten nicht nur mit niedrigen Mieten, sondern auch mit ihrer Rolle als aufstrebende Wirtschaftsstandorte. Im Osten haben sich Unternehmen wie Tesla und Intel angesiedelt, was zukunftsorientierte Karrieremöglichkeiten eröffnet. Für Studierende der Rechtswissenschaften oder Medizin, deren Studieninhalte überall ähnlich sind, bieten die günstigeren Lebenshaltungskosten im Osten eine gute Möglichkeit, Kosten zu sparen, ohne auf die Qualität der Ausbildung verzichten zu müssen. Das bedeutet, dass Ostdeutschland nicht nur eine kostengünstige Alternative zu Städten wie München oder Hamburg darstellt, sondern auch interessante berufliche Perspektiven bietet.
 

Günstige Städte in Nordrhein-Westfalen

In Nordrhein-Westfalen finden Studierende ebenfalls einige preiswerte Städte. Dortmund hat eine durchschnittliche Miete von 383 Euro, was 101 Prozent der BAföG-Wohnpauschale ausmacht – die Pauschale reicht somit fast exakt für die Kaltmiete aus.

Duisburg und Gelsenkirchen bieten ebenfalls günstige Mieten. In Duisburg liegt die Miete bei 342 Euro (90 Prozent der Pauschale), während Gelsenkirchen mit 307 Euro (81 Prozent) besonders kostengünstig ist. Auch Iserlohn gehört mit einer Miete von 325 Euro (86 Prozent) zu den preiswerten Optionen.

Bochum und Essen sind ebenfalls preiswert im Ruhrgebiet. In Bochum beträgt die Miete 369 Euro (97 Prozent der Pauschale), und Essen liegt bei 367 Euro (ebenfalls 97 Prozent). Diese Städte bieten eine gute Balance zwischen Erschwinglichkeit und urbanem Leben im Ruhrgebiet. Bielefeld hat eine Miete von 372 Euro (98 Prozent) und reiht sich ebenfalls in die Liste der günstigeren Städte ein.

Studierende in Nordrhein-Westfalen profitieren von der dichten Hochschullandschaft der Region. Es kann sich lohnen, in einer der kostengünstigeren Hochschulstädte wie Dortmund oder Duisburg zu wohnen und gleichzeitig eine Universität in einer benachbarten größeren Stadt wie Köln (520 Euro, 137 Prozent der Wohnpauschale) zu besuchen. So nutzen Studierende sowohl den günstigen Wohnraum als auch die vielfältigen Bildungs- und Karrierechancen der Region.

Die Top 10 der günstigsten Studentenstädte

Stadt
Miete Studentenwohnung
Anteil / Wohnpauschale
Chemnitz 242 € 64 Prozent
Magdeburg 291 € 77 Prozent
Gelsenkirchen 307 € 81 Prozent
Halle (Saale) 322 € 85 Prozent
Iserlohn 325 € 86 Prozent
Cottbus 330 € 87 Prozent
Hildesheim 333 € 88 Prozent
Duisburg 342 € 90 Prozent
Dresden 348 € 92 Prozent
Leipzig 350 € 92 Prozent

 

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