Die Angebotspreise für Eigentumswohnungen ziehen im Ruhrgebiet wieder spürbar an. Anfang Oktober 2026 lagen die Preise in allen sechs untersuchten Städten über dem Vorjahresniveau. Besonders kräftig fällt das Plus in Essen und Bochum aus.
Duisburger Stadtzentrum mit Fußgängerzone und begrünten Plätzen. Foto: stock.adobe.com / ArTo
Der Immobilienmarkt im Ruhrgebiet zeigt bei den Angebotspreisen für Eigentumswohnungen eine deutliche Aufwärtsentwicklung. In allen sechs untersuchten Städten liegen die Quadratmeterpreise am 1. Oktober 2026 über dem Niveau des Vorjahres. Allerdings zeigen sich Unterschiede zwischen den einzelnen Märkten, wie die Auswertung der Angebotspreise verdeutlicht.
In Essen kosteten Eigentumswohnungen Anfang Oktober rund 2.799 Euro pro Quadratmeter. Das sind 6,5 Prozent mehr als am 1. Oktober 2025. In Bochum stiegen die Angebotspreise im gleichen Zeitraum um 6,4 Prozent auf rund 2.534 Euro pro Quadratmeter.
Auch Oberhausen (+5,9 Prozent), Duisburg (+5,3 Prozent) und Gelsenkirchen (+4,8 Prozent) verzeichnen Zuwächse. In Dortmund fällt der Anstieg mit 1,8 Prozent moderater aus.
Essen mit stärkstem Preisanstieg
Am stärksten verteuerten sich Eigentumswohnungen zwischen Oktober 2025 und Oktober 2026 in Essen. Dort stiegen die Angebotspreise von 2.628 Euro auf 2.799 Euro pro Quadratmeter. Das entspricht einem Plus von 6,5 Prozent. Damit verzeichnet Essen unter den sechs untersuchten Ruhrgebietsstädten sowohl den stärksten Preisanstieg als auch das höchste Preisniveau.
Auch in Bochum legten die Angebotspreise kräftig zu. Innerhalb eines Jahres erhöhten sie sich um 6,4 Prozent von 2.382 Euro auf 2.534 Euro pro Quadratmeter. Oberhausen folgt mit einem Zuwachs von 5,9 Prozent auf 2.083 Euro pro Quadratmeter.
In Duisburg stiegen die Angebotspreise um 5,3 Prozent auf 2.069 Euro pro Quadratmeter. Gelsenkirchen verzeichnet ein Plus von 4,8 Prozent auf 1.924 Euro. Damit bleibt Gelsenkirchen die günstigste der sechs untersuchten Städte.
In Dortmund fällt die Entwicklung deutlich verhaltener aus. Dort erhöhten sich die Angebotspreise lediglich um 1,8 Prozent von 2.557 Euro auf 2.603 Euro pro Quadratmeter.
| Stadt | 01.10.2025 | 01.10.2026 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Essen | 2.628 €/m² | 2.799 €/m² | +6,5 % |
| Bochum | 2.382 €/m² | 2.534 €/m² | +6,4 % |
| Oberhausen | 1.967 €/m² | 2.083 €/m² | +5,9 % |
| Duisburg | 1.965 €/m² | 2.069 €/m² | +5,3 % |
| Gelsenkirchen | 1.836 €/m² | 1.924 €/m² | +4,8 % |
| Dortmund | 2.557 €/m² | 2.603 €/m² | +1,8 % |
Angebotspreise für Eigentumswohnungen pro Quadratmeter zum 1. Oktober 2025 und 1. Oktober 2026.
Ruhrgebiet: Große Unterschiede beim Preisniveau
Trotz der durchweg gestiegenen Angebotspreise bestehen zwischen den untersuchten Ruhrgebietsstädten weiterhin erhebliche Unterschiede. Während Eigentumswohnungen in Essen mit 2.799 Euro pro Quadratmeter angeboten werden, liegt der Angebotspreis in Gelsenkirchen bei 1.924 Euro. Das entspricht einem Unterschied von 875 Euro pro Quadratmeter.
Bei einer 80 Quadratmeter großen Eigentumswohnung ergibt sich daraus rechnerisch eine Preisdifferenz von rund 70.000 Euro. Auch Oberhausen und Duisburg weisen mit 2.083 beziehungsweise 2.069 Euro pro Quadratmeter ein deutlich niedrigeres Preisniveau auf als Essen, Dortmund und Bochum.
Die Entwicklung zeigt zugleich, dass ein vergleichsweise niedriges Preisniveau nicht automatisch mit besonders starken Preissteigerungen einhergeht. Während Essen und Bochum mit Zuwächsen von mehr als 6 Prozent vorne liegen, verzeichnet Gelsenkirchen einen Anstieg von 4,8 Prozent. In Dortmund, einer der teureren untersuchten Städte, fällt das Plus mit 1,8 Prozent am geringsten aus.
Insgesamt ergibt sich damit ein einheitlicher Aufwärtstrend mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten: In allen sechs untersuchten Ruhrgebietsstädten sind die Angebotspreise für Eigentumswohnungen gegenüber Oktober 2025 gestiegen. Besonders dynamisch entwickeln sich Essen und Bochum, während der Preisanstieg in Dortmund deutlich schwächer ausfällt.
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