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Bis zu 21.000 Euro Zuschuss für eine neue Heizung – noch. Denn mit dem geplanten Gebäudemodernisierungsgesetz steht auch die staatliche Förderung auf dem Prüfstand. Viele Eigentümer könnten bald komplett leer ausgehen.
In Fernwärmegebieten könnten Hausbesitzer künftig von der staatlichen Förderung ausgeschlossen werden. Foto: Pixelzone / stock.adobe.com
Milliarden für Wärmenetze – aber wer zahlt am Ende?
Während die Politik am Nachfolger des umstrittenen Heizungsgesetzes arbeitet, formiert sich hinter den Kulissen Widerstand. Stadtwerke, Wohnungswirtschaft und Bauindustrie fordern eine klare Priorität für Fernwärme. Ihr Argument: Kommunen investieren Milliarden in neue Wärmenetze – doch wenn sich Hausbesitzer stattdessen massenhaft für Wärmepumpen entscheiden, drohen Fehlinvestitionen.
Die Lösung aus Sicht der Verbände ist drastisch: In Gebieten, in denen der Ausbau eines Fernwärmenetzes beschlossen ist, soll es keine Förderung mehr für private Einzelheizungen geben. Keine Zuschüsse für Wärmepumpe, keine Unterstützung für Pelletheizung.
Wer betroffen wäre
Entscheidend wäre künftig nicht mehr nur Technik oder Einkommen – sondern der Wohnort. Liegt das Haus in einem ausgewiesenen Fernwärmegebiet, könnte der Staat die Förderung für eine eigene Heizlösung streichen.
Das Problem: Zwischen Planung und tatsächlichem Anschluss können Jahre vergehen. Wer nicht warten will oder kann, würde trotzdem investieren müssen – allerdings ohne Zuschuss. Damit stünde für viele Eigentümer plötzlich ein fünfstelliger Betrag zusätzlich im Raum.
Streit um Planungssicherheit
Befürworter sehen darin einen notwendigen Schritt, um die Wärmewende effizient zu organisieren. Doppelte Förderung – einerseits für den Netzausbau, andererseits für private Alternativen – sei schwer vermittelbar.
Verbraucherschützer warnen dagegen vor einer Schieflage. Eigentümer müssten sich auf verlässliche Regeln verlassen können. Wer heute plant, braucht Klarheit darüber, ob Förderprogramme morgen noch gelten. Ein abrupter Ausschluss einzelner Gebiete würde genau diese Sicherheit untergraben.
Förderung nur noch für bestimmte Haushalte?
Zusätzlich steht eine weitere Einschränkung im Raum: Künftig könnten staatliche Zuschüsse stärker an das Einkommen gekoppelt werden. Gutverdiener würden dann unabhängig vom Wohnort geringere oder gar keine Unterstützung mehr erhalten.
Fest steht bislang nur: Eine Förderung soll es weiterhin geben. Wie sie konkret ausgestaltet wird – und wer am Ende tatsächlich Anspruch hat – entscheidet sich in den kommenden Wochen.
Für Eigentümer bedeutet das eine heikle Phase. Wer den Heizungstausch plant, muss genau beobachten, was politisch beschlossen wird. Denn je nach Lage des Hauses könnte die Rechnung bald ganz anders aussehen.
Buchtipp: Das Wärmepumpen Handbuch ohne Fachchinesisch erklärt verständlich und praxisnah, wie Wärmepumpen funktionieren, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen und welche Vor- und Nachteile sie gegenüber anderen Heizsystemen haben. Zudem zeigt es Schritt für Schritt, welche Modelle geeignet sind, welche Kosten und Fördermöglichkeiten bestehen und worauf bei Planung, Installation, Betrieb und Wartung zu achten ist, damit Hausbesitzer eine fundierte Entscheidung treffen können.
Geschrieben am 14.02.2026
von
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