Ratgeber

Hauskauf rund um Duisburg: Sparen Pendler aus dem Umland wirklich?

Autorenbild Kilian Treß
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Viele suchen im Umland nach günstigeren Häusern – doch rund um Duisburg funktioniert das oft nicht. Statt zu sparen, zahlen Käufer in vielen Nachbarstädten deutlich mehr. Warum ausgerechnet Duisburg selbst häufig die günstigere Wahl ist, zeigt ein genauer Blick auf die Daten.

Der durchschnittliche Kaufpreis für Häuser in Duisburg liegt aktuell bei 2.826 Euro pro Quadratmeter. Doch schon wenige Kilometer weiter kann sich das Preisniveau deutlich nach oben verschieben. Das zeigt eine Analyse von immowelt, bei der Städte im Umkreis mit realistischer Pendelzeit verglichen wurden.

Dabei wird schnell klar: Das Umland ist kein klassischer Ausweichmarkt für günstigere Preise. In vielen Fällen liegt das Preisniveau sogar spürbar über dem von Duisburg. Vor allem Städte mit Nähe zu Düsseldorf oder eigener wirtschaftlicher Stärke sind deutlich teurer. Duisburg gehört im regionalen Vergleich damit häufig selbst zu den günstigeren Standorten. 

Duisburger Kernstadt
teurer als die Kernstadt
günstiger als die Kernstadt
Stadt Pendelzeit Preis (€/m²) Vergleich zur Kernstadt Differenz
Ratingen ca. 25 Minuten 4.331 €
+53 %
Neuss ca. 35 Minuten 4.243 €
+50 %
Hilden ca. 30 Minuten 3.838 €
+36 %
Dormagen ca. 40 Minuten 3.788 €
+34 %
Mülheim an der Ruhr ca. 20 Minuten 3.459 €
+22 %
Bochum ca. 30 Minuten 3.376 €
+19 %
Krefeld ca. 25 Minuten 3.315 €
+17 %
Moers ca. 20 Minuten 3.143 €
+11 %
Oberhausen ca. 15 Minuten 2.763 €
−2 %
Herne ca. 35 Minuten 2.818 €
0 %

Warum das Umland oft teurer ist als Duisburg selbst

Auf den ersten Blick wirkt das Ergebnis überraschend: Viele Städte rund um Duisburg sind deutlich teurer als die Stadt selbst. Doch dieser Vergleich greift zu kurz. Denn Duisburg ist kein einheitlicher Markt, sondern lässt sich klar in drei unterschiedliche Preiszonen einteilen.

Zunächst gibt es die linke Rheinseite. Stadtteile wie Baerl, Rumeln-Kaldenhausen oder auch Teile von Rheinhausen wie Bergheim gehören seit Jahren zu den stabileren und teureren Wohnlagen. Hier haben sich ruhige Wohngebiete, viel Grün und eine gute Anbindung Richtung Niederrhein und Düsseldorf etabliert. Nicht zuletzt, weil die Cölve-Brücke nach über einem Jahrzent die Stadttteile entdlich wieder verbindet. In einzelnen Lagen wie Bergheim in Rheinhausen werden Quadratmeterpreise von bis zu 3.931 Euro erreicht. Das ist wiederum deutlich teuerer als der Median der in unmittelbarer Nähe umliegenden Städte.

Nord-Süd-Gefälle auf der rechten Rheinseite

Auf der rechten Rheinseite zeigt sich dagegen ein deutliches Gefälle. Im Norden liegen klassische, günstigere Stadtteile wie Marxloh, Hamborn oder Walsum. Diese Bereiche senken den Durchschnittspreis der Stadt spürbar. Die Innentadt punktet vorallem mit Wohnungen im Innenhafen oder rund ums Wasserviertel.

Ganz anders sieht es im Süden der rechten Rheinseite aus. Stadtteile wie Huckingen, Ungelsheim oder Buchholz gehören zu den teuersten Wohnlagen der gesamten Stadt. Hier werden Quadratmeterpreise von über 4.000 Euro erreicht, etwa in der Cochemer Straße mit 4.254 Euro pro Quadratmeter - die nach Daten von immowelt teuerste Straße der Stadt. Gründe dafür sind die ruhige Lage, viel Grün sowie die direkte Anbindung Richtung Düsseldorf. Auch der Flughafen ist wenige Stadionen mit der S-Bahn entfernt.

Genau diese Mischung erklärt den scheinbaren Widerspruch: Während Duisburg im Durchschnitt günstig wirkt, gibt es innerhalb der Stadt viele Lagen, die preislich auf dem Niveau des Umlands liegen oder dieses sogar übertreffen.

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