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Ein besser gedämmtes Zuhause – und das mit nur einem Anstrich? Genau das versprechen sogenannte Wärmedämmfarben. Doch wie funktionieren sie eigentlich? In welchen Fällen sind sie sinnvoll – und wo liegen ihre Grenzen? Ein Überblick.
Spezielle Pigmente und Mikrokugeln sollen bei Wärmedämmfarben den Wärmeaustausch an der Wand verringern. Foto: iStock.com / AleksandarNakic
Viele Haushalte in Deutschland kämpfen mit hohen Heizkosten – Besonders betroffen sind Bewohner schlecht gedämmter Gebäude. Millionen Immobilien erreichen lediglich die Energieeffizienzklassen F oder G. Eine umfassende energetische Sanierung wäre zwar sinnvoll, ist für viele Eigentümer jedoch kaum finanzierbar – selbst unter Berücksichtigung staatlicher Förderprogramme wie der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG).
Was ist eine Wärmedämmfarbe?
Aus diesem Grund suchen manche Eigentümer nach kostengünstigeren Alternativen. Eine davon sind Wärmedämmfarben wie von Tecno Prodist. Diese Spezialfarben enthalten mikroskopisch kleine Hohlkugeln sowie spezielle Pigmente, die den Wärmeaustausch an der Wandoberfläche reduzieren sollen.
Wann sind Wärmedämmfarben sinnvoll?
Das Funktionsprinzip ist einfach erklärt: In der Farbe eingeschlossene Luft wirkt als Dämmstoff und verringert die Wärmeleitung. Hersteller versprechen dadurch eine spürbare Verbesserung des Raumklimas – teilweise ist von zwei bis vier Grad Celsius höherer Oberflächentemperatur die Rede.
Diese Wirkung sollte jedoch realistisch eingeordnet werden. Wärmedämmfarbe ersetzt keine klassische Dämmung mit mehreren Zentimetern Mineralwolle oder Polystyrol. Als alleinige Maßnahme reicht sie für eine energetische Sanierung nicht aus.
Sinnvoll kann sie jedoch als ergänzende Maßnahme sein – insbesondere dort, wo herkömmliche Dämmarbeiten nur schwer oder gar nicht umsetzbar sind, zum Beispiel:
- in Eigentümergemeinschaften, bei denen bauliche Veränderungen an der Fassade schwierig sind
- bei denkmalgeschützten Gebäuden
- wenn eine Innendämmung zu viel Wohnfläche kosten würde
Die Kosten liegen bei etwa 80 bis 100 Euro, um einen Raum von rund acht bis zwölf Quadratmetern zu streichen. Hersteller werben mit möglichen Energieeinsparungen von bis zu 30 Prozent. Unabhängige Studien bestätigen zwar einen messbaren Effekt, weisen jedoch darauf hin, dass die tatsächliche Einsparung stark vom Gebäudezustand und der Anwendung abhängt.
Wie wird Wärmedämmfarbe richtig aufgetragen?
Damit Wärmedämmfarbe überhaupt einen Nutzen bringt, ist eine sorgfältige Verarbeitung entscheidend. Der Vorteil: Große Umbauten oder spezielles Werkzeug sind nicht erforderlich – einige grundlegende Schritte sollten jedoch eingehalten werden.
Zunächst gilt es, die richtigen Flächen auszuwählen. Besonders geeignet sind Außenwände, nordseitige Giebel, Wandbereiche hinter Heizkörpern oder stark sonnenexponierte Flächen.
Der Untergrund muss sauber, trocken und tragfähig sein. Alte Farbreste, Staub oder Schimmel sollten vollständig entfernt werden. Risse und Löcher werden verspachtelt, anschließend wird die Fläche geschliffen.
Bei neuen, stark saugenden oder sehr dunklen Wänden empfiehlt sich eine Grundierung. Vor dem Streichen sollte die Farbe gründlich aufgerührt werden, da sich die enthaltenen Mikrokugeln mit der Zeit am Boden des Gebindes absetzen können.
Wichtig ist außerdem, die Verarbeitungshinweise des Herstellers genau zu beachten – insbesondere zur Verdünnung. Die Farbe wird gleichmäßig aufgetragen, in der Regel sind mindestens zwei Anstriche notwendig.
Zwischen den einzelnen Schichten muss die empfohlene Trocknungszeit eingehalten werden, meist zwischen sechs und zwölf Stunden. Einige Wärmedämmfarben können anschließend mit einer herkömmlichen Wandfarbe überstrichen werden, andere nicht – ein Blick ins technische Datenblatt ist daher unerlässlich.
Geschrieben am 31.01.2026
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