Wer beim Putzen zuerst zur Toilettenbürste greift, kümmert sich meist um den falschen Problemfall. Denn viele Keimherde verstecken sich dort, wo kaum jemand hinsieht. Einige Alltagsgegenstände werden täglich dutzendfach angefasst, aber nur selten gereinigt.
Was sind die echten Keimschleudern in deinem Zuhause? Die Antworten dürften viele überraschen. Foto: stock.adobe.com / Jason Busa
Das stille Problem im Haushalt
Die Toilette gilt für viele als der unhygienischste Ort in den eigenen vier Wänden. Entsprechend regelmäßig wird sie geputzt und desinfiziert. Doch gerade deshalb ist sie häufig sauberer als zahlreiche Gegenstände, die täglich genutzt werden.
Experten weisen darauf hin, dass sich Keime vor allem dort sammeln, wo viele Hände im Spiel sind und die Reinigung oft vergessen wird. Hinzu kommt, dass Bakterien und Viren über Oberflächen leicht weitergegeben werden können. Wer sich vor Erkältungen, Magen-Darm-Erkrankungen oder anderen Infekten schützen möchte, sollte deshalb auch die weniger offensichtlichen Stellen im Haushalt im Blick behalten.
Das Smartphone: Der ständige Begleiter als Keimträger
Kaum ein Gegenstand kommt häufiger mit den Händen in Berührung als das Smartphone. Es liegt auf dem Küchentisch, wandert in die Hosentasche, wird beim Einkaufen genutzt und landet nicht selten sogar im Badezimmer.
Studien zeigen, dass sich auf Mobiltelefonen erhebliche Mengen an Bakterien ansammeln können. Da viele Menschen ihr Handy täglich stundenlang benutzen, aber nur selten reinigen, entwickelt es sich schnell zu einem Sammelplatz für Keime.
Lichtschalter und Türklinken werden oft vergessen
Jeder benutzt sie, kaum jemand putzt sie regelmäßig. Lichtschalter, Türgriffe und Türklinken gehören zu den meistberührten Flächen einer Wohnung.
Besonders in Familienhaushalten oder Wohngemeinschaften werden sie unzählige Male am Tag angefasst. Dadurch können sich Keime schnell im gesamten Haushalt verteilen. Ein feuchtes Tuch oder ein geeignetes Reinigungsmittel reicht meist aus, um die Belastung deutlich zu reduzieren.
Warum der Kühlschrankgriff problematisch sein kann
In vielen Küchen passiert es täglich: Beim Kochen werden Lebensmittel vorbereitet, zwischendurch wird die Kühlschranktür geöffnet und anschließend weitergeschnitten.
Gerade bei der Verarbeitung von rohem Fleisch oder Fisch können dadurch Bakterien auf Griffe und Oberflächen gelangen. Weil der Kühlschrankgriff häufig übersehen wird, bleiben die Keime dort oft über längere Zeit erhalten.
Der Schwamm gehört zu den größten Keimfallen
Ausgerechnet der Gegenstand, der eigentlich reinigen soll, kann besonders stark belastet sein. Küchenschwämme bieten mit ihrer feuchten Struktur ideale Bedingungen für Bakterien.
Werden sie über Wochen verwendet, sammeln sich dort enorme Mengen von Mikroorganismen an. Deshalb empfehlen Experten, Schwämme regelmäßig auszutauschen oder sie durch Spülmaschine oder Hitze gründlich zu reinigen.
Fernbedienung und Controller im Dauereinsatz
Ob Fernsehabend, Gaming-Runde oder Streaming-Marathon: Fernbedienungen und Controller werden ständig angefasst. Oft geschieht das beim Essen oder mit ungewaschenen Händen.
Trotz ihrer intensiven Nutzung landen diese Geräte nur selten auf dem Putzplan. Dabei können sich gerade in den kleinen Zwischenräumen und Tasten zahlreiche Keime ansammeln.
Schneidebretter brauchen besondere Aufmerksamkeit
Schneidebretter kommen täglich mit Lebensmitteln in Kontakt. Besonders kritisch wird es bei rohem Fleisch, Geflügel oder Fisch.
Wer dasselbe Brett anschließend für Salat oder Gemüse nutzt, riskiert eine sogenannte Kreuzkontamination. Fachleute empfehlen deshalb getrennte Bretter für unterschiedliche Lebensmittel sowie eine gründliche Reinigung nach jedem Einsatz.
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Einkaufstaschen können unerwartete Keimquellen sein
Wiederverwendbare Stoffbeutel und Einkaufstaschen helfen dabei, Plastikmüll zu vermeiden. Gleichzeitig werden sie oft über Monate oder sogar Jahre genutzt, ohne gewaschen zu werden.
Lebensmittelreste, Verpackungen oder auslaufende Produkte können dazu führen, dass sich Bakterien im Inneren ansammeln. Eine regelmäßige Reinigung sorgt nicht nur für mehr Hygiene, sondern verlängert häufig auch die Lebensdauer der Taschen.
Kaffeemaschinen sind innen oft weniger sauber als gedacht
Von außen glänzt die Kaffeemaschine meist makellos. Im Inneren herrschen jedoch warme und feuchte Bedingungen, die Mikroorganismen besonders mögen.
Wassertanks, Auffangschalen und Leitungen sollten deshalb regelmäßig gereinigt und entkalkt werden. Andernfalls können sich dort Bakterien, Hefen oder sogar Schimmel bilden.
Kleine Putzroutine, große Wirkung
Viele der größten Keimherde im Haushalt befinden sich nicht im Badezimmer, sondern mitten im Alltag. Smartphone, Türklinke oder Kühlschrankgriff werden ständig benutzt und gleichzeitig oft vernachlässigt.
Wer diese Oberflächen regelmäßig in die Putzroutine einbezieht, kann die Keimbelastung im Haushalt deutlich reduzieren. Oft genügen bereits wenige Minuten zusätzlicher Aufwand, um aus versteckten Keimfallen wieder saubere Alltagshelfer zu machen.
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