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Mit den ersten warmen Tagen beginnt in vielen Gärten die Brutzeit der Vögel. Was für Menschen nach ganz normaler Gartenarbeit aussieht, kann für Amsel, Rotkehlchen oder Meise schnell zur Gefahr werden. Einige typische Fehler im Frühling zerstören Nester oder gefährden sogar Jungvögel.
Während der Brutzeit sind viele Nester gut versteckt in Hecken und Sträuchern – Gartenarbeiten wie Heckenschnitt können sie deshalb leicht zerstören. Foto: Stefan / stock.adobe.com
Rückschnitt von Hecken kann ganze Nester zerstören
Sobald es wärmer wird, beginnen viele Vögel mit dem Nestbau. Besonders beliebt sind dichte Hecken, Sträucher und Bäume im Garten. Wer jetzt zur Heckenschere greift, riskiert deshalb, Nester zu zerstören oder brütende Tiere zu vertreiben.
Genau deshalb ist der starke Rückschnitt von Hecken zwischen dem 1. März und dem 30. September grundsätzlich verboten. Erlaubt sind in dieser Zeit nur schonende Pflegearbeiten. Selbst bei kleineren Schnitten lohnt sich jedoch ein genauer Blick: Oft sind Nester gut versteckt und erst auf den zweiten Blick zu erkennen.
Laubbläser und Mähroboter gefährden Jungtiere
Nicht nur Vögel sind im Frühling besonders aktiv. Auch Igel, Amphibien und andere Kleintiere nutzen Gärten als Lebensraum. Geräte wie Laubbläser oder Mähroboter können für sie zur Gefahr werden.
Gerade Mähroboter stehen immer wieder in der Kritik, weil sie nachts unterwegs sind und dabei Tiere verletzen können. Naturschützer empfehlen deshalb, solche Geräte möglichst tagsüber einzusetzen oder ganz auf nächtliche Fahrten zu verzichten. Auch beim Einsatz von Rasentrimmern sollte vorher kontrolliert werden, ob sich Tiere im hohen Gras verstecken.
Alte Nester nicht vorschnell entfernen
Viele Menschen räumen im Frühjahr gründlich im Garten auf und entfernen dabei auch alte Nester aus Sträuchern oder Nistkästen. Das kann problematisch sein. Einige Vogelarten nutzen ihre Nester mehrfach oder kehren in der gleichen Saison wieder zurück.
Außerdem sind Nester grundsätzlich geschützt. Werden sie entfernt, während sie noch genutzt werden, kann das sogar gegen Naturschutzbestimmungen verstoßen. Deshalb gilt: Erst prüfen, ob das Nest wirklich verlassen ist.
Vogelfreundlicher Garten: Kleine Veränderungen helfen
Wer Vögel während der Brutzeit unterstützen möchte, muss den Garten nicht komplett umgestalten. Schon kleine Veränderungen können helfen. Dichte Hecken, wilde Ecken mit Laub oder Reisig und naturnahe Bereiche bieten Schutz und Nahrung für viele Arten.
Auch Nistkästen können jetzt noch sinnvoll sein. Einige Vögel beginnen erst später im Frühjahr mit der Brut oder nutzen Kästen für eine zweite Brut. Ein naturnaher Garten sorgt also nicht nur für mehr Artenvielfalt, sondern schützt auch die Tiere, die dort ihre Jungen großziehen.
Geschrieben am 16.03.2026
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