Wohnen

Diese Alternative zur Klimaanlage wird immer beliebter – und spart sogar Strom

Autorenbild: Andreas Steger

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Wenn die Temperaturen im Sommer steigen, suchen viele Haushalte nach einer Möglichkeit zur Abkühlung. Während Klimaanlagen oft hohe Stromkosten verursachen, erlebt ein fast vergessenes Gerät derzeit ein Comeback: der Deckenventilator. Er benötigt wenig Energie, nimmt keinen Platz weg und kann sogar im Winter nützlich sein.

Lange galten Deckenventilatoren als Relikt aus den 1990er Jahren. Doch inzwischen sind sie wieder in vielen Wohnungen und Häusern zu finden. Moderne Modelle überzeugen nicht nur durch ihre Funktion, sondern auch durch ihr Design. Ob skandinavischer Holzlook, industrielles Schwarz oder natürliche Rattanoptik – für nahezu jeden Einrichtungsstil gibt es passende Varianten.

Vor allem in Zeiten steigender Energiekosten gewinnen sie als Alternative zur Klimaanlage an Bedeutung.

Spart Platz und sorgt für angenehme Luftbewegung

Ein großer Vorteil des Deckenventilators: Er benötigt keine Stellfläche. Gerade in kleinen Schlafzimmern oder Wohnräumen bleibt mehr Platz, da kein Standgerät im Weg steht.

Anders als eine Klimaanlage kühlt ein Ventilator die Luft nicht aktiv herunter. Stattdessen sorgt er für eine kontinuierliche Luftbewegung. Dadurch fühlt sich die Raumtemperatur deutlich angenehmer an. Gleichzeitig wird die Luft gleichmäßig im Raum verteilt, weil der Ventilator zentral an der Decke montiert ist.

Deutlich günstiger als eine Klimaanlage

Während Klimaanlagen häufig mehrere Hundert Watt Leistung benötigen, kommen viele Deckenventilatoren mit lediglich 50 bis 75 Watt aus. Damit liegen die Stromkosten oft nur bei wenigen Cent pro Betriebsstunde.

Ein weiterer Vorteil: Es werden keine Kältemittel benötigt. Klimaanlagen arbeiten häufig mit speziellen Kühlmitteln, die bei Undichtigkeiten klimaschädliche Treibhausgase freisetzen können.

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Weniger Mücken im Zimmer

Nicht nur Menschen profitieren von der Luftbewegung. Auch viele fliegende Insekten mögen sie nicht. Mücken und andere kleine Insekten haben Schwierigkeiten, gegen den Luftstrom anzufliegen. Deshalb werden Räume mit laufendem Deckenventilator oft gemieden.

Auch im Winter nützlich

Viele moderne Geräte verfügen über eine Umkehrfunktion. Im Sommer drehen sich die Rotorblätter so, dass ein kühlender Luftstrom entsteht.

Im Winter kann die Drehrichtung geändert werden. Dann wird die warme Luft, die sich unter der Zimmerdecke sammelt, wieder nach unten gedrückt. Dadurch verteilt sich die Wärme gleichmäßiger im Raum, was den Heizbedarf senken kann.

Licht und Smart-Home-Funktionen inklusive

Viele aktuelle Modelle kombinieren Ventilator und Deckenleuchte in einem Gerät. Häufig kommen dimmbare LED-Leuchten zum Einsatz, deren Helligkeit sich an Tageszeit und Bedarf anpassen lässt.

Darüber hinaus bieten zahlreiche Hersteller Fernbedienungen oder Smart-Home-Anbindungen an. Geschwindigkeit und Beleuchtung können dann bequem vom Sofa aus gesteuert werden.

Moderne Geräte arbeiten nahezu geräuschlos

Wer beim Stichwort Ventilator an störendes Brummen denkt, dürfte überrascht sein. Moderne Gleichstrommotoren (DC-Motoren) arbeiten besonders leise und energieeffizient. Selbst bei höheren Drehzahlen sind viele Geräte kaum hörbar und eignen sich deshalb auch für Schlafräume.

Worauf beim Kauf zu achten ist

Die richtige Größe wählen

Der Durchmesser der Rotorblätter sollte zur Raumgröße passen:

Raumgröße Empfohlener Durchmesser
Schlafzimmer, Arbeitszimmer 80 bis 110 cm
Wohnzimmer 120 bis 140 cm
Große Räume mit hohen Decken bis 160 cm

 

Anzahl der Rotorblätter

Drei Flügel reichen in der Regel für eine effektive Luftzirkulation aus. Modelle mit vier bis sechs Flügeln erzeugen meist einen gleichmäßigeren und sanfteren Luftstrom. Die Wahl hängt daher auch vom persönlichen Komfortempfinden und dem gewünschten Design ab.

Auf den Motor achten

Besonders empfehlenswert sind Modelle mit DC-Motor. Sie arbeiten leiser und verbrauchen weniger Strom als klassische AC-Motoren. Zudem bieten hochwertige Geräte meist mehrere Geschwindigkeitsstufen.

Montage nicht unterschätzen

Ein Deckenventilator muss sicher an einer tragfähigen Decke befestigt werden. Wichtig ist außerdem ein ausreichender Abstand zum Boden. Experten empfehlen mindestens 2,30 Meter zwischen Fußboden und Rotorblättern.

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