Heiße Sommertage sind für viele Menschen ein Genuss – für zahlreiche Gartenpflanzen hingegen purer Stress. Steigen die Temperaturen dauerhaft über 30 Grad, trocknet der Boden schnell aus und einige Pflanzen kommen ohne zusätzliche Wassergaben nicht mehr aus. Vor allem Arten, die von Natur aus feuchte Standorte bevorzugen, leiden unter anhaltender Hitze. Welche fünf Gartenpflanzen jetzt besonders viel Wasser brauchen und worauf du beim Gießen achten solltest, erfährst du hier.
Hortensien gehören zu den durstigsten Pflanzen im Hochsommer. Foto: iStock.com / Cheryl Ramalho
1. Hortensien gehören zu den größten Wasserschlürfern
Hortensien sind bekannt für ihren hohen Wasserbedarf. Mit ihren großen Blättern verdunsten sie an heißen Tagen besonders viel Feuchtigkeit und lassen bei Trockenheit schnell die Blätter hängen.
Halte den Boden deshalb möglichst gleichmäßig feucht. Besonders gut eignet sich Regenwasser, da Hortensien kalkarmes Wasser bevorzugen. Staunässe solltest du dennoch vermeiden.
2. Rhododendren brauchen dauerhaft feuchte Erde
Auch Rhododendren reagieren empfindlich auf Trockenheit. Da sie flach wurzeln, trocknet ihr Wurzelbereich im Sommer schnell aus.
Gieße regelmäßig und verwende nach Möglichkeit Regenwasser. Eine Mulchschicht hilft zusätzlich dabei, die Feuchtigkeit länger im Boden zu halten und schützt die empfindlichen Wurzeln vor großer Hitze.
3. Phlox leidet schnell unter Sommerhitze
Der Phlox, auch Flammenblume genannt, liebt zwar helle Standorte, verträgt längere Trockenperioden aber nur schlecht. Fehlt Wasser, lässt nicht nur die Blütenpracht nach – auch das Risiko für Mehltau steigt deutlich.
Mit regelmäßigem Gießen und einer Mulchschicht aus Rindenkompost bleibt der Boden länger feucht und die Pflanzen kommen besser durch heiße Tage.
4. Rittersporn bevorzugt kühle Bedingungen
Rittersporn fühlt sich an luftigen, eher kühlen Standorten am wohlsten. Herrscht über längere Zeit große Hitze, benötigt die Staude ausreichend Wasser, damit sie gesund bleibt.
Trocknet der Boden aus, wird Rittersporn anfälliger für Pilzkrankheiten wie Mehltau. Deshalb solltest du ihn während Hitzewellen besonders im Blick behalten.
5. Trollblume verträgt keine Trockenheit
Die Trollblume stammt ursprünglich von feuchten Wiesen und zählt zu den Pflanzen mit dem höchsten Wasserbedarf. Schon kurze Trockenphasen können ihr zusetzen.
Gerade im Hochsommer solltest du den Boden gleichmäßig feucht halten, damit die Pflanze kräftig wächst und ihre leuchtenden Blüten entwickelt.
So gießt du im Hochsommer richtig
Nicht nur die Wassermenge ist entscheidend, sondern auch der richtige Zeitpunkt. Gieße deine Pflanzen möglichst früh am Morgen oder am Abend. Dann verdunstet weniger Wasser und die Wurzeln können die Feuchtigkeit besser aufnehmen.
Diese Tipps helfen zusätzlich:
- Gieße lieber seltener, dafür aber gründlich.
- Bringe das Wasser direkt an den Wurzelbereich und vermeide möglichst nasse Blätter.
- Eine Mulchschicht schützt den Boden vor dem Austrocknen.
- Regenwasser ist für viele Gartenpflanzen besser geeignet als kalkhaltiges Leitungswasser.
Auch Gemüse braucht jetzt mehr Wasser
Nicht nur Zierpflanzen leiden unter der Sommerhitze. Auch Tomaten, Gurken, Zucchini, Kürbis oder Salate benötigen während heißer Wetterphasen deutlich mehr Wasser als gewöhnlich. Wer regelmäßig und durchdringend gießt, sorgt für gesunde Pflanzen und eine reiche Ernte.
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