Wer im Sommer barfuß über die Terrasse läuft, kennt das Problem: Manche Bodenbeläge werden so heiß, dass jeder Schritt schmerzt. Dabei gibt es große Unterschiede – je nach Material und Farbe. Welche Terrassenbeläge angenehm kühl bleiben und welche sich in der Sonne extrem aufheizen.
Ein dunkler Bodenbelag erreicht im Sommer besonders hohe Temperaturen. Foto: Lang / stock.adobe.com
Bei sommerlichen Temperaturen heizen sich Terrassenbeläge unterschiedlich stark auf. Entscheidend sind vor allem Material, Farbe und Oberflächenstruktur. Helle Beläge reflektieren einen größeren Teil der Sonnenstrahlen und bleiben deshalb deutlich angenehmer. Dunkle Materialien hingegen speichern Wärme besonders gut und können sich auf weit über 50 Grad Celsius erhitzen.
Wer eine neue Terrasse plant oder seinen Belag erneuern möchte, sollte deshalb nicht nur auf Optik und Preis achten, sondern auch auf den Barfuß-Komfort.
Diese Beläge bleiben auch an heißen Tagen angenehm
Besonders angenehm bleiben helle Natursteine wie Travertin oder Kalkstein. Sie reflektieren einen großen Teil der Sonneneinstrahlung und fühlen sich selbst an heißen Tagen vergleichsweise kühl an.
Auch diese Materialien schneiden gut ab:
- Heller Travertin
- Heller Kalkstein
- Andere helle Natursteine
Sie eignen sich besonders für Familien mit Kindern oder alle, die ihre Terrasse häufig barfuß nutzen.
Granit und Feinsteinzeug liegen im Mittelfeld
Nicht jeder Stein wird automatisch zur Hitzefalle. Heller Granit oder helles Feinsteinzeug erwärmen sich zwar spürbar, bleiben aber meist noch gut nutzbar.
Dazu zählen unter anderem:
- Heller Granit
- Helles Feinsteinzeug
- Andere helle Keramikbeläge
Vor allem bei kurzen Aufenthalten oder mit etwas Schatten sind diese Materialien meist unproblematisch.
Vorsicht bei dunklen Belägen
Deutlich heißer werden WPC-Dielen und dunkle Natursteine. Vor allem dunkles WPC speichert Wärme besonders stark. Wer hier mittags barfuß läuft, riskiert schnell schmerzhafte Fußsohlen.
Bereits sehr heiß werden häufig:
- Helles WPC
- Dunkle Natursteine
Noch extremer sieht es bei sehr dunklen Materialien aus.
Diese Beläge können zur echten Hitzefalle werden
Besonders hohe Oberflächentemperaturen erreichen:
- Dunkles Feinsteinzeug
- Dunkle Betonplatten
- Dunkles WPC
Diese Materialien können sich an wolkenlosen Sommertagen so stark aufheizen, dass sie barfuß kaum noch begehbar sind. Wer sich für einen dunklen Belag entscheidet, sollte möglichst ausreichend Schatten durch Sonnensegel, Markisen oder Bäume einplanen.
So bleibt die Terrasse auch im Hochsommer nutzbar
Wer eine neue Terrasse plant, sollte möglichst auf helle Materialien setzen. Sie heizen sich deutlich weniger auf und sorgen auch an heißen Tagen für mehr Komfort. Zusätzlich helfen Sonnensegel, Markisen oder Pergolen dabei, die direkte Sonneneinstrahlung zu reduzieren.
Auch Pflanzen können das Mikroklima verbessern. Große Kübelpflanzen oder begrünte Pergolen spenden Schatten und senken die gefühlte Temperatur rund um die Terrasse.
Terrassenbeläge im Überblick:
| Bleibt meist angenehm | Mittlere Erwärmung | Wird sehr heiß | Wird häufig extrem heiß |
|---|---|---|---|
| Heller Travertin | Heller Granit | Helles WPC | Dunkles Feinsteinzeug |
| Heller Kalkstein | Helles Feinsteinzeug | Dunkle Natursteine | Dunkle Betonplatten |
| Helle Natursteine | Dunkles WPC |
Hinweis: Wie heiß ein Terrassenbelag tatsächlich wird, hängt neben dem Material auch von Farbe, direkter Sonneneinstrahlung, Wind und Umgebungstemperatur ab. Helle Oberflächen bleiben in der Regel deutlich kühler als dunkle Varianten.
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