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Knusprig, schnell und angeblich stromsparend: Der Airfryer hat sich in vielen Küchen als Alternative zum klassischen Backofen etabliert. Doch wie groß ist der Unterschied beim Stromverbrauch wirklich? Entscheidend sind Portionen, Garzeiten und die eigenen Kochgewohnheiten. Ein Überblick, wann welches Gerät energetisch sinnvoller ist.
Kompakt, schnell aufgeheizt und effizient: Bei kleinen Gerichten verbraucht der Airfryer oft weniger Strom als ein klassischer Backofen. Foto: iStock.com / Nazar Rybak
Stromverbrauch von Backofen und Airfryer
Ein Backofen – ob klassisch oder mit Umluft – hat in der Regel eine Leistung von etwa 2.000 bis 3.000 Watt. Entsprechend hoch ist der Energiebedarf im Betrieb, insbesondere während der Vorheizphase. Diese dauert je nach Temperatur meist zwischen 10 und 15 Minuten, teils auch länger.
Ein Airfryer wie der Amazon-Bestseller von Ninja ist deutlich kompakter. Seine Leistung liegt meist zwischen 1.200 und 2.000 Watt. Rein rechnerisch verbraucht er damit weniger Strom. Der entscheidende Unterschied liegt jedoch im zu beheizenden Volumen: Während der Backofen einen großen Garraum auf Temperatur bringen muss, erhitzt der Airfryer nur einen vergleichsweise kleinen Innenraum.
In der Praxis bedeutet das: Selbst wenn beide Geräte ähnliche Leistungswerte haben, erreicht der Airfryer schneller die gewünschte Temperatur und hält sie in einem deutlich kleineren Raum. Das senkt den Energiebedarf pro Nutzung spürbar.
Warum Garzeit und Vorheizen entscheidend sind
Der Stromverbrauch hängt nicht nur von der Leistung ab, sondern auch davon, wie lange ein Gerät läuft. Genau hier spielt der Airfryer häufig seinen Vorteil aus. In vielen Fällen ist kein Vorheizen nötig oder lediglich eine sehr kurze Aufwärmphase. Lebensmittel können oft sofort hineingelegt werden.
Beim Backofen hingegen ist Vorheizen fast immer erforderlich. Das bedeutet zusätzlichen Stromverbrauch, noch bevor der eigentliche Garvorgang beginnt. Bei einem Gericht mit 30 Minuten Backzeit kommen schnell weitere zehn bis 15 Minuten Heizphase hinzu.
Zudem verkürzt der Airfryer die Garzeit häufig um 20 bis 40 Prozent gegenüber dem klassischen Backofen. Möglich macht das die schnelle Zirkulation heißer Luft in einem engen Garraum. Kürzere Laufzeiten führen automatisch zu einem geringeren Stromverbrauch.
Für welche Gerichte der Airfryer wirklich sparsamer ist
Besonders effizient ist der Airfryer bei kleinen bis mittleren Portionen. Pommes, Nuggets, Ofengemüse, Fischfilets oder einzelne Pizzastücke lassen sich darin deutlich stromsparender zubereiten als im Backofen.
Der Grund liegt auf der Hand: Einen großen Backofen für eine kleine Portion einzuschalten, ist energetisch wenig sinnvoll. Es wird viel Luft erhitzt, um vergleichsweise wenig Essen zu garen.
Für den Alltag, für ein oder zwei Personen oder zum Aufwärmen von Resten ist der Airfryer daher meist die sparsamere Wahl. Hochgerechnet auf ein Jahr kann sich das durchaus bemerkbar auf der Stromrechnung auswirken – vor allem, wenn häufig so gekocht wird.
Backofen und Airfryer im Effizienzvergleich
Verbrauchsvergleiche wie von stromguide.com zeigen einen klaren Effizienzvorteil für den Airfryer im Alltag. Praxisnahe Messungen ergeben, dass für kleinere Gerichte wie Chicken Wings oder Pommes im Airfryer oft nur etwa 0,2 bis 0,3 Kilowattstunden Strom benötigt werden.
Ein Backofen verbraucht für vergleichbare Speisen inklusive Vorheizzeit dagegen häufig rund 1,0 bis 1,2 Kilowattstunden. Ausschlaggebend sind vor allem die kurze Aufheizphase und die deutlich verkürzte Garzeit der Heißluftfritteuse. Wie hoch die tatsächliche Ersparnis ausfällt, hängt jedoch stark vom jeweiligen Gerät, der Portionsgröße und der Nutzung ab.
Wann der Backofen trotz allem sinnvoller bleibt
Ganz klar ist aber auch: Der Backofen ist nicht grundsätzlich im Nachteil. Sobald größere Mengen oder voluminöse Gerichte ins Spiel kommen – etwa ein Familiengratin, ein ganzes Hähnchen, mehrere Bleche Kekse oder eine große Lasagne – hat der Backofen oft die Nase vorn.
Der Airfryer stößt hier schnell an seine Kapazitätsgrenzen. Große Mengen müssen in mehreren Durchgängen gegart werden. Mehrere Garzyklen verlängern jedoch die Laufzeit und erhöhen den Gesamtstromverbrauch. In solchen Fällen kann ein einmaliger, längerer Backofendurchgang energetisch sinnvoller sein.
Zudem ist der Backofen für bestimmte Zubereitungen besser geeignet, etwa für Kuchen, Brot oder Gerichte, die über längere Zeit eine gleichmäßige Hitze benötigen.
Umluft oder klassisch: Der Backofentyp macht einen Unterschied
Auch unter den Backöfen gibt es deutliche Unterschiede. Umluftöfen arbeiten in der Regel effizienter als klassische Modelle mit Ober- und Unterhitze. Sie verteilen die Wärme gleichmäßiger, erlauben oft niedrigere Temperaturen und verkürzen teils die Garzeit.
Wer einen modernen, gut isolierten Backofen besitzt, wird feststellen, dass der Verbrauchsunterschied zum Airfryer bei mittleren oder größeren Gerichten geringer ausfällt als oft vermutet.
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Ein älterer, schlecht isolierter Backofen hingegen kann deutlich mehr Strom verbrauchen. In solchen Fällen ist der Airfryer aus energetischer Sicht besonders attraktiv.
Mehr als Stromverbrauch: Wärme und Komfort in der Küche
Ein oft unterschätzter Punkt ist die Abwärme. Ein Backofen heizt die Küche stark auf – vor allem im Sommer. Das kann dazu führen, dass häufiger gelüftet oder sogar gekühlt werden muss, was den Energieverbrauch des Haushalts indirekt erhöht.
Der Airfryer gibt deutlich weniger Wärme an den Raum ab. Das macht ihn angenehmer im Alltag und kann helfen, solche zusätzlichen Verbräuche zu vermeiden.
Welche Lösung passt zu den eigenen Gewohnheiten?
Am Ende geht es um den passenden Einsatz: Für kleine Portionen, schnelle Mahlzeiten und kurze Garzeiten ist der Airfryer meist die stromsparendere Wahl. Für große Gerichte, Familienessen und Backwaren bleibt der Backofen sinnvoller – und teilweise auch effizienter.
Wer beide Geräte gezielt nutzt, kann den Stromverbrauch in der Küche deutlich senken, ohne die eigenen Essgewohnheiten grundlegend zu verändern.
Geschrieben am 17.01.2026
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