Für 1.000 Euro Miete bekommen Mieter im Bundesland Bremen heute deutlich weniger Wohnfläche als noch vor fünf Jahren. Dabei gibt es zwischen den beiden Städten Bremen und Bremerhaven große Unterschiede.
Die Stadtzentren von Bremen und Bremerhaven trennen rund 60 Kilometer Luftlinie. Foto: Kavalenkava / stock.adobe.com
Bremen und Bremerhaven im Miet-Check
- Wohnfläche in Bremen für 1.000 Euro Miete im Oktober 2026: 94,9 Quadratmeter (-20,3% gegenüber 2021)
- Wohnfläche in Bremerhaven für 1.000 Euro Miete im Oktober 2026: 135,7 Quadratmetern (-20,1% gegenüber 2021)
Quelle: immowelt Price Map (Stand: Oktober 2026)
Das Bundesland Bremen besteht aus den beiden Städten Bremen und Bremerhaven. Beim Mietniveau liegen zwischen ihnen Welten, wie eine Auswertung der Angebotsmieten auf immowelt.de zeigt: Für ein fixes Budget von 1.000 Euro bekommen Mieter in Bremerhaven aktuell rund 41 Quadratmeter mehr Wohnfläche als in Bremen.
Eine Gemeinsamkeit gibt es dennoch: In beiden Städten ist die finanzierbare Wohnfläche innerhalb von fünf Jahren um rund ein Fünftel geschrumpft.
Bremen: 1.000 Euro reichen nicht mehr für 100 Quadratmeter
In Bremen liegt die durchschnittliche Angebotsmiete im Oktober 2026 bei 10,54 Euro pro Quadratmeter. Für 1.000 Euro Kaltmiete sind damit rechnerisch nur noch 94,9 Quadratmeter möglich.
Im Oktober 2021 lag der Quadratmeterpreis noch bei 8,40 Euro. Für dasselbe Budget bekamen Mieter damals rund 119,0 Quadratmeter.
Innerhalb von fünf Jahren sind somit rund 24,2 Quadratmeter finanzierbare Wohnfläche weggefallen. Das entspricht einem Rückgang von 20,3 Prozent.
Damit reicht ein Budget von 1.000 Euro in Bremen inzwischen nicht mehr für eine 100-Quadratmeter-Wohnung.
Bremerhaven: Fast 136 Quadratmeter für 1.000 Euro
Deutlich mehr Platz gibt es in Bremerhaven. Dort liegt die durchschnittliche Angebotsmiete im Oktober 2026 bei 7,37 Euro pro Quadratmeter. Für 1.000 Euro Kaltmiete sind damit rechnerisch rund 135,7 Quadratmeter möglich.
Vor fünf Jahren reichte dasselbe Budget allerdings noch erheblich weiter. Bei einer Angebotsmiete von 5,89 Euro pro Quadratmeter waren im Oktober 2021 rund 169,8 Quadratmeter finanzierbar.
Damit gingen in Bremerhaven innerhalb von fünf Jahren rund 34,1 Quadratmeter beziehungsweise 20,1 Prozent der finanzierbaren Wohnfläche verloren.
Trotz dieses starken Rückgangs gehört Bremerhaven weiterhin zu den deutschen Großstädten, in denen Mieter für 1.000 Euro besonders viel Wohnfläche bekommen. Auch im bundesweiten Vergleich lag die Stadt 2026 bei der finanzierbaren Fläche weit vorne.
So viel Wohnfläche gibt es in Bremen für 1.000 Euro Miete
| Stadt | Oktober 2021 | Oktober 2026 | Veränderung | Veränderung in % |
|---|---|---|---|---|
| Bremen | 119,0 qm | 94,9 qm | -24,2 qm | -20,3 % |
| Bremerhaven | 169,8 qm | 135,7 qm | -34,1 qm | -20,1 % |
Quelle: immowelt Price Map (Stand: Oktober 2026)
In beiden Städten geht rund ein Fünftel der Wohnfläche verloren
Obwohl das Mietniveau in Bremen und Bremerhaven sehr unterschiedlich ist, fällt die Entwicklung der vergangenen fünf Jahre ähnlich aus.
In Bremen ist die für 1.000 Euro finanzierbare Wohnfläche seit Oktober 2021 um 20,3 Prozent gesunken. In Bremerhaven beträgt der Rückgang 20,1 Prozent. Damit ist in beiden Städten innerhalb von nur fünf Jahren rund ein Fünftel der Wohnfläche weggefallen, die Mieter für dasselbe Budget bekommen.
Der große Preisunterschied bleibt dennoch bestehen: 2026 reichen 1.000 Euro in Bremerhaven für rund 40,8 Quadratmeter mehr als in Bremen. Während die Stadt Bremen inzwischen unter der 100-Quadratmeter-Marke liegt, sind in Bremerhaven weiterhin mehr als 135 Quadratmeter möglich.
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