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Strom-Special

Ökostrom: Oft günstiger als der Grundtarif


Strom aus erneuerbaren Energien, z.B. Windkraft oder Solarenergie, ist oft günstiger als der Standardtarif.
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Ökostrom ist mittlerweile nicht nur wettbewerbsfähig, sondern in den meisten Städten Deutschlands sogar günstiger als der Normaltarif. Damit hat die Entscheidung, Ökostrom zu beziehen nicht mehr nur mit persönlicher Überzeugung zu tun, sondern ist eine wirtschaftlich vernünftige Alternative.

Noch immer beziehen zahlreiche Haushalte Strom im Grundversorgungstarif. Und der ist alles andere als attraktiv. Zwar darf er laut Gesetz keine Mindestlaufzeit haben und muss monatlich kündbar sein, aber oftmals ist er im Gegenzug auch der teuerste Tarif vor Ort.

Infobox Zertifikate-Handel
Mit Hilfe so genannter Umweltzertifikate können Stromanbieter Atom- oder Kohlestrom legal sauberwaschen und als Ökostrom verkaufen. Die Vorgehensweise: Stromversorger erwerben zum Beispiel Zertifikate von ausländischen Wasserkraftwerks-Betreibern. Im Gegenzug erhalten diese "schmutzige" Atom- oder Kohlezertifikate von den deutschen Versorgern. Auf diese Weise können die deutschen Versorger konventionell erzeugten Strom legal als Ökostrom verkaufen, während die ausländischen Betreiber ihren Kunden den Ökostrom als Atom- oder Kohlestrom verkaufen. Durch diese Vorgehensweise ändert sich am Energie-Mix nichts, da nicht in neue Wind-, Wasser- oder Sonnenkraftwerke investiert werden muss. Ausschluss-Kriterium für den Preisvergleich waren daher Angebote mit dem RECS-Zertifikat.
Immowelt.de hat verglichen: Wie groß ist der Abstand zwischen dem Normaltarif und Öko-Strom? Das Ergebnis: In allen deutschen Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern kann man zertifizierten Ökostrom (zum Beispiel TÜV- oder OK-power-Siegel) beziehen, der günstiger ist als der Grundversorgungstarif.

Vorgehen beim Immowelt-Preisvergleich:
  • Berechnung der Jahrespreise für drei Haushaltstypen (Single, Paar, Familie) beim örtlichen Grundversorger
  • Recherche des regional günstigsten Ökostrom-Anbieters über das Verbraucher-Portal Verivox (bundesweite und regionale Versorger)
  • Berechnung des jeweiligen Jahrespreises im Ökostrom-Tarif
Nicht berücksichtigt wurden Anbieter ohne Öko-Label oder reine Zertifikat-Händler (siehe Infobox Zertifikate-Handel). Auch lange Vertragslaufzeiten (mehr als ein Jahr) oder jährliche Vorkasse der Abschläge waren Ausschlusskriterien für den Preisvergleich. Berücksichtigt wurden allerdings Angebote mit einem einmaligen Bonus, wenn der Vertrag nach maximal einem Jahr kündbar ist. Denn in diesem Fall kann der Kunde sehr günstig sauberen Strom beziehen, ohne sich übermäßig lange an einen Anbieter binden zu müssen.

Maximale jährliche Ersparnis beim günstigsten Ökostrom-Anbieter
   Single (1.800 kWh/Jahr) Paar (3.000 kWh/Jahr)  Vierköpfige Familie 
(4.500 kWh/Jahr)
  Berlin 107,12 €   98,00 €   108,95 €  
  Hamburg 95,56 €   87,90 €   93,65 €  
  München 109,18 €   152,02 €   205,57 €  
  Köln 100,88 €   94,88 €   104,43 €  
  Frankfurt/Main   92,16 €   103,70 €   145,85 €  
  Stuttgart 141,96 €   184,21 €   204,05 €  
  Dortmund 122,94 €   124,50 €   128,05 €  
  Essen 139,24 €   151,12 €   167,57 €  
  Düsseldorf 109,14 €   116,82 €   143,47 €  
  Bremen 96,18 €   131,00 €   185,00 €  
  Hannover 81,21 €   102,01 €   131,38 €  
  Leipzig 137,75 €   182,19 €   237,73 €  
  Dresden 82,29 €   103,81 €   130,72 €  
  Nürnberg 88,12 €   120,32 €   163,82 €  
(Stand Februar 2010)

Regenerative Energie
Möglich werden die günstigen und stabilen Preise der Ökostromanbieter vor allem durch die Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen: Ökostrom wird aus regenerativen Energieträgern gewonnen, zum Beispiel aus Wind, Wasser, Sonne oder Biomasse. Kohle, Öl oder Erdgas sind tabu, ebenso Atomkraft. Manche Ökostrombetreiber bieten auch Strom aus Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen an.

Ökostrom gelangt jedoch nicht vom Windrad direkt zur heimischen Steckdose. Wie bei einem konventionellen Anbieter auch speist der neue Versorger seinen Strom in das allgemeine Netz ein. Damit durch den Wechsel zu einem Ökostromanbieter auch etwas für die Veränderung des gesamtdeutschen Strom-Mixes getan wird, sollte man einen Anbieter auswählen, der in neue Anlagen investiert. Denn wenn nur die Kapazitäten der vorhandenen Kraftwerke ausgenutzt werden, bleibt es beim Status Quo. Nur der Bau neuer Anlagen für einen erwarteten Absatz kann den Anteil erneuerbarer Energien erhöhen. (jcm)
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