Seniorenwohnungen

Seniorenwohnungen: vielfältige Wohnformen für das Alter

Die Lebenserwartung steigt, immer mehr Menschen werden immer älter. Das hat auch Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt und die Baubranche. Seniorenwohnungen sind längst mehr als nur ein Platz im Pflegeheim. Neben der eigenen, barrierefrei gestalteten Wohnung gibt es zahlreiche weitere Formen, zu der beispielsweise auch Seniorenwohngemeinschaften gehören.

Der Bedarf an seniorengerechten Wohnungen steigt. Das Statistische Bundesamt prognostiziert für das Jahr 2030 etwa 22 Millionen Bundesbürger über 65 Jahren – im Jahr 2008 waren es noch 16,7 Millionen. Gleichzeitig steigt auch die Zahl der Pflegebedürftigen auf etwa 2,5 Millionen.

Nun muss sich längst nicht jeder Bürger über 65 mit Pflegeformen oder barrierefreien Wohnungen auseinandersetzen – es schadet jedoch nicht, sich frühzeitig um eine geeignete Wohnform fürs Alter zu kümmern. Denn: Aus der Vielzahl an Senioren und den verschiedenen (Pflege-)Bedürfnissen ergeben sich unterschiedliche Wohnformen.

Seniorenwohnungen: Stationäre Pflege, Seniorenwohnanlage oder barrierefreie Wohnung?

Das wichtigste Kriterium zur Unterscheidung von seniorengerechten Wohnungen ist die Anbindung an Pflege. Wer nicht auf professionelle Pflege angewiesen ist, braucht auch keine besondere Wohnform. Und wer noch vollkommen fit ist, muss sich auch nicht nach einer barrierefreien Wohnung umsehen. Wohnformen mit Pflege unterscheiden sich dementsprechend vor allem in Umfang und Ort der Pflege.

Das wichtigste Kriterium zur Unterscheidung von seniorengerechten Wohnungen ist die Anbindung an Pflege. Wer nicht auf professionelle Pflege angewiesen ist, braucht auch keine besondere Wohnform. Und wer noch vollkommen fit ist, muss sich auch nicht nach einer barrierefreien Wohnung umsehen. Wohnformen mit Pflege unterscheiden sich dementsprechend vor allem in Umfang und Ort der Pflege.

Ohne Pflege:
Wer nicht auf Pflege angewiesen ist, bezieht Wohnungen oder Häuser, die nicht zwangsläufig barrierefrei sein müssen. Dazu gehören auch normale Wohngemeinschaften.

Ambulante Pflege:
Der Pflegebedürftige wohnt bei sich zu Hause, die Pflegekraft kommt zu ihm. Die Pflege findet oftmals nur temporär statt und wird auch von Angehörigen übernommen. Hier sollte eine seniorengerechte Wohnung gesucht werden, also eine weitgehend barrierefrei gestaltete.

Kurzzeitpflege:
Die Kurzzeitpflege ist eine Übergangslösung, die etwa dann notwendig werden kann, wenn die Pflegekraft – beispielsweise der Sohn oder die Tochter – eine Weile im Urlaub ist und kein ambulanter Ersatz bereitsteht.

Teilstationäre Pflege:
An die Wohneinheit ist ein Pflegeheim angeschlossen. Wer keine Pflege braucht, lebt in einer solchen Seniorenwohnanlage komplett selbstbestimmt. Sollte der Pflegefall aber eintreffen, ist keine große Umstellung notwendig. Die Pflege findet also je nach Bedarf gar nicht, temporär oder auch rund um die Uhr statt.

Vollstationäre Pflege:
In einem klassischen Pflegeheim wird der Pflegebedürftige rund um die Uhr vollstationär von medizinischem Personal betreut.

Wohnen im Alter: oberstes Gebot Barrierefreiheit

Alle seniorengeeignete Wohnformen, ob mit oder ohne Pflege, zeichnen sich vor allem durch eines aus: Barrierefreiheit. Dazu gehören vor allem viel Platz und keine Stufen.

Türen sollten daher etwas breiter sein als üblich und ohne Schwellen auskommen. So können Krankenbett oder Rollstuhl gut passieren.

Im Bad brauchen Pflegebedürftige etwas mehr Platz, besonders vor oder neben dem WC. Die Badewanne sollte einen niedrigen Einstieg haben und ebenso wie die Dusche mit Griffen ausgestattet sein. Eine Einlage in der Dusch- oder Badewanne verhindert ein Ausrutschen. Wer eine bodengleiche Duschtasse einbaut, kann diese auch mit dem Rollstuhl oder Rollator befahren.

Alle Dinge des täglichen Bedarfs sollten vom Rollstuhl aus zu erreichen sein: Das gilt nicht nur für Waschbecken, sondern auch für Arbeitsflächen, den Lagerplatz für Lebensmittel oder die Erreichbarkeit von Lichtschaltern und Steckdosen.

Auch Garten oder Balkon bieten nur dann einen besonderen Komfort, wenn sie ohne weiteres befahrbar sind.

Öffentliche Förderung für seniorengerechte Wohnungen

Eine Einschränkung der Mobilität muss nicht zwangsläufig dazu führen, dass man sich im Alter von seinem Eigenheim verabschieden muss. Die KfW-Bank vergibt im Rahmen des Programms „Altersgerecht Umbauen“ zinsgünstige Darlehen beispielsweise für den barrierefreien Umbau des Badezimmers.

Bereits Pflegebedürftige können bei Umbaumaßnahmen eventuell mit einem Zuschuss der Pflegekassen rechnen.

Wer in eine Seniorenwohnung ziehen möchte, etwa weil Pflege notwendig wird oder ein seniorengerechter Umbau der eigenen Wohnung nicht in Frage kommt, kann übrigens auf öffentliche Unterstützung und Förderungen zurückgreifen.

So gibt es Wohnberechtigungsscheine, die an bestimmte Einkommensgrenzen gebunden sind und Zugang zu öffentlich geförderten Seniorenwohnanlagen ermöglichen.

 

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