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Sigmaringen

Kommentar vom 11.07.2014 - Hettingen, Kr Sigmaringen
sehr ruhig-nicht weit an den Bodensee-
Allgäu- Stuttgart -Ulm-Sigmaringen
Kommentar vom 19.10.2011 - Pfullendorf , Baden
Eine attraktive aufstrebende Stadt mit vielen Möglichkeiten um das Leben angenehm zu gestalten
Kommentar vom 30.09.2011 - Pfullendorf, Baden
Frühgeschichte

Bereits in vor- und frühgeschichtlicher Zeit fanden sich in der Gegend um Pfullendorf Siedlungsspuren. Etwa einen Kilometer nördlich von Ruhestetten, einem Teilort der Nachbargemeinde Wald und rund fünf Kilometer westlich von Pfullendorf, findet sich im Wald ein Grabhügel. Südlich davon im Gewann Gertholz befinden sich die Reste einer Viereckschanze an der Straße von Aach-Linz nach Herdwangen. Diese Schanze aus der späten La-Tène-Zeit dürfte aus der Zeit um 100 v. Chr. stammen und könnte mit den spätlatènezeitlichen Streufunden (mögliche Siedlung) im Gewann Thiergarten zusammenhängen. Ebenfalls bei Aach-Linz, im Wald Remser Holz befinden sich die Reste einer vor- oder frühgeschichtlichen Wallanlage.

Römische Mauerreste einer Villa Rustica im Gewann Maueräcker (Aach-Linz) weisen auf eine spätere römische Besiedlung hin. Die Villa Rustica wurde möglicherweise bei der Landnahme durch die Alamannen zerstört oder von den Bewohnern aufgegeben. Pfullendorf wurde von den Alamennen während ihrer dritten Besiedlungswelle gegründet und ist vermutlich nach einem Sippenoberhaupt namens Pfullo benannt.

Mittelalter

Auf dem Schloßbühl rund 300 Meter südlich von Großstadelhofen befindet sich in Spornlage eine vermutlich frühmittelalterliche Ringwallanlage. Bei der doppelten Ringwallanlage mit erhaltenen Wällen und Gräben soll es sich der Sage nach um die Burg der Hildegard vom Linzgau, der Frau Kaiser Karls des Großen, handeln. Auch in Denkingen lassen sich im Waldteil Schlossberg die Reste einer Wallanlage finden, deren tiefe Gräben noch heute sichtbar sind.

Ein Dorf Pfullendorf entstand im 12. Jahrhundert im Bereich der heutigen Oberstadt, ein zweites in der Senke am heutigen Stadtweiher. Vermutlich entstanden Teile der Stadt aus der Stadtburg der Grafen von Pfullendorf. Diese stand dort wo heute die Kirche St. Jakob steht. Eine weitere Burgstelle der Grafen von Pfullendorf wird auf dem Galgenbühl (Pfullendorf) vermutet.

Über die Entstehung des Klosters der Dominikanerinnen zu Pfullendorf sind sich die Historiker nicht ganz einig. Nach F. Andreas Rogg, dem Chronisten von Pfullendorf, hatte das uralte Rittergeschlecht der Edlen von Ramsberg in der Stadt einen Herrensitz, die „Herrenburg“. Im Jahr 1255 übereigneten die Edlen von Ramsberg diesen Sitz den Dominikanern auf der Insel zu Konstanz als Herberge. Die Predigerbrüder ließen einige fromme Jungfrauen in dieser Herberge wohnen zu Pflege und Betreuung des Hauses. Aus diesem Anfang entstand mit der Zeit die „Sammlung“ der Dominikanerinnen, die nach ihrem Kleid die „Weißen Nonnen“ hießen. Später nannte man das Kloster auch „Gotteshaus Maria der Engelen“ nach dem Titel der Klosterkirche „Maria von den Engeln“.

Die Grafen von Pfullendorf werden erstmals gegen Ende des 11. Jahrhunderts erwähnt. Rudolf II. war wohl der mächtigste von ihnen; er besaß Ländereien von der Donau bis zum Bündner Land. Weil er keine männlichen Erben hatte, setzte er Kaiser Friedrich Barbarossa als Erben ein. Rudolfs Tochter Ita von Pfullendorf-Bregenz (* 1150/52, † vor 1191) heiratete den Grafen Albrecht III. von Habsburg, genannt „der Reiche“. Heinrich der Löwe und Friedrich Barbarossa waren ihre Vettern.

Am 2. Juni 1220 wurde Pfullendorf von Kaiser Friedrich II. zur Reichsstadt erhoben, weil dieser einen militärischen Stützpunkt in der Gegend benötigte. Dadurch wurde die Ansammlung weniger Häuser sofort zur Reichsstadt und entwickelte sich schnell.

1257 wird erstmals in einem Lehensbrief des „magister hospitalis“ (Spitalpflegers) das Pfullendorfer Heilig-Geist-Spital erwähnt. Es gehört damit zu den ältesten Spitälern im Bodenseeraum und wurde – wie die Spitäler in Konstanz und Überlingen – wohl am Anfang des 13. Jahrhunderts gestiftet. Das in der Stadtmitte gelegene erste Spitalgebäude brannte 1285 ab, wurde jedoch gleich darauf neu errichtet. Das Spital erhielt durch fromme Stiftungen und Erbschaften über die Jahre viele Gebäude, Wälder, Felder, Rechte und Kapitalien, die ihm die Erfüllung seiner Aufgaben in der Armen- und Krankenfürsorge ermöglichten. Das Spital, das unter Aufsicht des Bistums Konstanz weitgehend selbständig wirtschaftete, verschaffte der ansonsten wenig begüterten kleinen Reichsstadt Pfullendorf als größter Grundbesitzer der Region erheblichen politischen Einfluss.

Auf dem Konstanzer Konzil (1415) verlieh König Sigismund der Reichsstadt die „Hohe Gerichtsbarkeit“, den Blutbann. Nunmehr war Pfullendorf niemandem mehr hörig und nur noch Gott und dem Kaiser untertan. Durch florierendes Handwerk und zahlreiche Märkte kamen die Bürger zu Wohlstand.

Schon 1383 lebten in Pfullendorf so viele Handwerker, dass eine Zunftverfassung beschlossen wurde. Diese galt von 1383 bis 1803 und übertrug die meiste Macht den Zünften. Pfullendorf regierte sich mit dieser „demokratischen“ Zunftverfassung mit jährlicher Bürgermeisterwahl selbst. Es gab einen 50-köpfigen „Großen Rat“, der jedes Jahr neu gewählt wurde und die ausübende Gewalt besaß; dazu gab es einen „Kleinen Rat“ mit 17 Mitgliedern. Vorsitzender war der Bürgermeister. Diese Verfassung wurde zum Vorbild für andere Städte.

Neuzeit

Die Reichsstadt Pfullendorf auf einem alten Stich

Während des Dreißigjährigen Kriegs fielen im Jahr 1628 in Pfullendorf fast 600 Menschen der Pest zum Opfer. Am 6. Juli 1632 zogen die Schweden unter dem Kommandanten Oberstleutnant Max von Rählingen mit 1000 Reitern in Pfullendorf ein, nachdem die Stadt fünf Stunden umkämpft war und die Wallfahrtskirche Maria Schray in Brand gesteckt wurde. Sie brannte bis auf den gotischen Chor nieder.

Vor allem im 18. und 19. Jahrhundert gab es in Pfullendorf alljährlich ein Kindermarkt für sogenannte „Schwabenkinder“. Das waren Kinder aus dem heutigen Vorarlberg, Nord- und Südtirol, sowie der Schweiz, die vom Frühjahr bis zum Herbst zum Viehhüten oder zur Arbeit hauptsächlich in der Landwirtschaft ins Schwäbische geschickt wurden. Sie brachten den Fasnachtsbrauch des „Schnellens“ nach Pfullendorf. Der als Fuhrmann aus dem 19. Jahrhundert gekleidete Schneller mit seiner Karbatsche begleitet die Pfullendorfer Fasnet bereits seit der Mitte des 19. Jahrhunderts.

Mit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 wurden Pfullendorf wie fast alle anderen Reichsstädte mediatisiert. Hieraus resultiert der Verlust der herausgehobenen Stellung als „Freie Reichsstadt“. Pfullendorf wurde Teil des Großherzogtums Baden und blieb bis 1936 Amtssitz eines badischen Bezirksamtes. 1806 übernahm das Großherzogtum Baden auch die Aufsicht über das Spital, das in der Folge viele Ländereien und andere Vermögenswerte verkaufen musste. Das alte Spitalgebäude in der Stadtmitte wurde verkauft (heute befindet sich darin das Restaurant „Deutscher Kaiser“), und 1845 wurde ein neues Spital und Krankenhaus auf den Grundmauern eines ehemaligen Klosterhofs der Reichsabtei Salem am Oberen Tor eröffnet. Von 1858 bis 1971 führten die Barmherzigen Schwestern des hl. Vincenz von Paul den Krankenhausbetrieb, ab 1963 in einem neu errichteten Krankenhaus. Der Spitalfond besteht noch heute und unterstützt sozial und nachhaltig bedürftige Einwohner. Neben dem Krankenhaus gehören ihm unter anderem Hofgüter, der Spitalwald sowie Wohn- und Geschäftsgebäude.

1873 bis 1875 erhielt Pfullendorf den Anschluss an das Eisenbahnnetz. Hier trafen sich die Linie der Badischen Staatsbahn Schwackenreute-Pfullendorf und die der Württembergischen Staatsbahn Altshausen-Pfullendorf.

Pfullendorf war im Zweiten Weltkrieg kein Primärziel. Das Ziel der alliierten Bombenangriffe war damals Friedrichshafen mit seinen Rüstungswerken. Auf dem Rückflug entluden jedoch die Bomber immer wieder ihre explosive Fracht auch über Pfullendorf. Die ersten Bomben fielen am 18. März 1944, an einem Nachmittag, als ein Flieger Brandkanister und Stabbrandbomben abwarf. Menschen wurden bei dem Angriff nicht verletzt, aber vier Wochen später, am Karfreitag, explodierte in der Fuchshalde ein Blindgänger und tötet den 13-jährigen Alois Abberger. Am 23. Februar 1945 wurde um 8.30 Uhr der Bahnhof Pfullendorf bombardiert. Beim Luftangriff wurde die genossenschaftliche Lagerhalle zerstört, aber kein Einwohner getötet.

1936 wurde Pfullendorf Teil des Landkreises Überlingen und kam 1973 im Rahmen der Kreisreform zum Landkreis Sigmaringen. Im Zuge der Gemeindegebietsreform in Baden-Württemberg wurden die bis dahin selbstständigen Gemeinden Gaisweiler (am 1. Januar 1969), Otterswang (am 1. Juli 1972), Denkingen, Großstadelhofen und Zell am Andelsbach (am 1. Januar 1973) sowie Aach-Linz (am 1. Januar 1975) nach Pfullendorf eingemeindet.

Zwischen 1962 und 1997 wurde in Pfullendorf und Umgebung an 18 Förderstellen 391.000 Tonnen Erdöl und 116 Millionen Kubikmeter Erdgas gefördert. Das Vorkommen begrenzte sich auf eine sieben Kilometer lange und etwa 600 bis 2000 Meter breite Stubensandsteinformation, die sich von Südwest nach Nordost zog.

Der Seepark

Schöne Spazierwege, verschiedene Spielplätze, eine Wassererlebniswelt für Kinder sowie spannende Ausflugsziele locken immer mehr Gäste in die familienfreundliche Parkanlage am westlichen Ende der Stadt Pfullendorf.

Im Sommer bietet der Badesee mit Beach-Volleyball, Liegewiese und Kinderbadebereich Spaß im kühlen Nass, im Winter garantiert das Eiszelt sicheres Schlittschuhlaufen für die ganze Familie.

Ob Gaudi und Action beim Wakeboarden im Wasserskipark oder beim Golfen auf Deutschlands verrücktester Abenteuer-Golfanlage – Highlights im Seepark Linzgau gibt es jede Menge!
 

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