Wie viel Haus kann ich mir leisten?

Anhand Ihres maximal verfügbaren Betrags pro Monat können Sie mit unserem kostenlosen Budgetrechner herausfinden, wie viel Ihre Immobilie höchstens kosten darf. Einfach die Dauer der Zinsbindung, den Sollzinssatz und die anfängliche Tilgung in den Budgetrechner eingeben und auf "Berechnen" klicken - schon wissen Sie, wie viel Haus Sie sich leisten können.

Eckdaten des Darlehens

Regelmäßige, feste Einnahmen * € pro Monat
Regelmäßige, feste Ausgaben * € pro Monat
Tatsächlich verfügbarer Betrag
Verfügbares Eigenkapital
Anfängliche Tilgung * %
Gebundener Sollzinssatz * % pro Jahr
Dauer der Sollzinsbindung * Jahre
Standort der Immobilie *
weitere Angaben
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Wer eine Immobilie kaufen, sie umbauen oder modernisieren möchte, einen Neubau ins Auge fasst oder einen bestehenden Kredit ablösen – also durch einen günstigeren ersetzen – will, sollte zunächst Kassensturz machen. Denn bei Immobilien geht es meist um viel Geld und fast immer um Zeiträume von mehr als zehn Jahren. Mit einem Budgetrechner können Kaufinteressierte, Häuslebauer und Sanierer ihre Finanzen kalkulieren und die Baufinanzierung noch besser planen. Es gibt im Wesentlichen zwei Gründe, sich selbst ins Portmonee zu schauen. Fragen Sie sich zuerst: Wie viel Haus kann ich mir leisten? Und überschreiten meine Wünsche mein Budget? Immerhin ist der Spatz in der Hand allemal besser als die Taube auf dem Dach. Die zweite wichtige Frage ist, ob Sie die finanzielle Belastung jahrelang durchhalten können. Kurzum, ein Haushaltsplan muss her. Dieser zeigt, welche finanziellen Mittel vorhanden sind, also über welches Budget man verfügen kann. Dieses Budget umfasst im Wesentlichen die folgenden sechs Zahlen, die auch im Budgetrechner abgefragt werden. Diese sechs Zahlen sollen die Frage beantworten, welche finanzielle Belastung durch einen Kredit Sie verkraften können.
 Foto: Andrey_Popov – Shutterstock.com
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Zunächst schauen Sie sich an, über welche monatlichen Einnahmen Sie überhaupt verfügen. Im Prinzip können das Löhne und Gehälter, Sold, Prämien, Boni, Mieteinnahmen, Kapitaleinkünfte, Gewinne, Unterhalt, Honorare und Provisionen sein.
Doch schon hier lauert die erste Tücke: Der künftige Kreditgeber – also Bank, Bausparkasse, Versicherung – wird nur solche Einkünfte berücksichtigen, die in eherner Regelmäßigkeit anfallen, also sicher und nachhaltig zu erzielen sind. Mit anderen Worten: Planen Sie Ihr Budget nur mit dem Geld, das Sie ganz gewiss vereinnahmen können. Am besten haben es dabei Beamte; Selbständige sollten nur mit dem Gewinn rechnen, den sie über mindestens drei Jahre, besser sind jedoch fünf Jahre, zweifelsfrei erzielen konnten. Bei der Bank gelten hierfür nur Steuerbescheide, Bescheinigungen eines Steuerberaters oder fachmännisch erstellte betriebswirtschaftliche Auswertungen (BWA).
Gelegentliche Zuwendungen des Arbeitsgebers, jährlich nur einmal anfallende Einnahmen oder risikobehaftete Posten wie Provisionen sollten am besten außen vor bleiben. Das ist nicht einmal nachteilig, denn solche Bezüge bilden immerhin eine stille Reserve. Es versteht sich, dass bei Löhnen und Gehältern stets nur mit dem Nettobetrag gerechnet werden darf.
Foto: tale – Shutterstock.com
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Ein Haushalt hat es leider an sich, dass auch Ausgaben anfallen – und das nicht zu knapp: Miete, Energie, Lebensmittel, Kleidung, Versicherungen… wir alle können ein Lied davon singen. In einer ehrlichen Rechnung müssen nun alle, aber auch wirklich alle Beträge auf den Tisch, die pro Jahr zu bezahlen sind. Bei einer monatsweisen Betrachtung werden bisweilen Beträge übersehen, die nur jährlich anfallen. Auch der kleine Ratenkredit beispielsweise für die neue Waschmaschine darf nicht vergessen werden, auch wenn er kaum ins Gewicht fällt. Auf die Summe kommt es an. Am sichersten ist es also, die jährlichen Ausgaben zu errechnen und dann auf den Monat umzulegen.
Auf Ihrer Haushaltsrechnung stehen unter dem Strich nun zwei Zahlen: eine schwarze, die Ihre verlässlichen Einnahmen beziffert und eine rote, die Ihre unabdingbaren Ausgaben benennt. Die Differenz ergibt eine Position, die man das verfügbare Einkommen oder den verfügbaren Betrag nennt. Diese Summe tragen Sie nun in den Budgetrechner ein, nur mit ihr dürfen Sie rechnen. Es bringt nichts, sich das Budget schön zu rechnen. Das rächt sich spätestens bei der Bank. Die setzt für die monatlichen Lebenshaltungskosten von Erwachsenen und Kindern meist Pauschalen an, die sich am Lebenshaltungskostenindex oder auch Verbraucherpreisindex des Statistischen Bundesamtes orientieren. Im Klartext bedeutet das: Wer auf dem Papier besonders sparsam erscheinen will und zum Beispiel am Essen knausert, hat nicht viel gewonnen.
Foto: Andrey_Popov – Shutterstock.com
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Wer schon längere Zeit für das Traumhaus spart und ein gewisses Sümmchen zurückgelegt hat, verfügt über Eigengeld oder auch Eigenkapital. Dazu zählt zunächst nur, was Sie wirklich flüssig haben und sofort für den Kauf verwenden können.
Im Budgetrechner können zu diesem Eigenkapital auch Reserven hinzugerechnet werden, die sich in kürzester Zeit ganz sicher zu Geld machen lassen, wie zum Beispiel Aktienfonds, Goldbestände, Antiquitäten, Münzen oder ähnliches.
Die zwei Zahlen 3 und 4, also Ihr bereits angespartes Vermögen und der monatlich frei verfügbare Geldbetrag, bilden die persönlichen Umstände, die Ihr Limit für den Kaufpreis einer Immobilie beeinflussen. Dieses Limit wird darüber hinaus von den aktuellen Finanzierungskonditionen bestimmt.
Sie sollten eine Vorstellung entwickeln, wie viel Prozent des künftigen Kredites Sie jährlich abzahlen wollen. Üblich sind ein bis zehn Prozent. Je höher der Tilgungssatz, desto schneller haben Sie Ihren Kredit zurückgezahlt. Der Haken daran: Ein hoher Tilgungssatz bedeutet auch, dass Ihr monatlicher Aufwand hoch ist. Diese Aufwendungen dürfen jedoch keineswegs höher sein als Ihr verfügbares Einkommen, also Zahl 3!
 
Beispiel: Um bei einem Sollzinssatz in Höhe von 3,25 Prozent ein (Annuitäten-) Darlehen in 20 Jahren abzuzahlen, ist ein anfänglicher Tilgungssatz in Höhe von 3,63 Prozent erforderlich. Beträgt Ihre Darlehenssumme 100.000 Euro, ergibt das einen Zahlungsaufwand (Zinsen UND Tilgung) von jährlich 6.880 Euro und monatlich 573,33 Euro.
Mit der Kennziffer „anfängliche Tilgung“ können Sie im Budgetrechner also ausprobieren, welche Tilgungsrate Sie sich zumuten können. Fangen Sie mit einem Prozent an und reizen Sie dann Ihre Möglichkeiten schrittweise aus. Dafür wurde dieses Hilfsmittel schließlich installiert.
Foto: Andres Rodriguez - Fotolia.com
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Der Sollzins – früher Nominalzins genannt – besagt nur, welchen Zinssatz Ihr Kreditgeber verlangt. Entscheidend für Ihre Planungssicherheit ist dabei, wie viele Jahre dieser Zinssatz feststehen soll – also von der Bank nicht erhöht werden kann. Gehen Sie von einer Zinsbindungsfrist von mindestens zehn, besser noch 15 Jahren aus. Wünschenswert wären in einer Zeit niedriger Zinsen sogar 20 Jahre; vielleicht lässt sich Ihre Bank darauf ein. Sie verlangt dann natürlich einen etwas höheren Zinssatz, doch das kann sich für Sie immer noch auszahlen. Lassen Sie sich bei den Vertragsverhandlungen den Unterschied genau ausrechnen.

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