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    In der Türkei gibt es noch bezahlbare Häuser. Beim Immobilienkauf in der Türkei sollte man allerdings die Hilfe von Fachleuten in Anspruch nehmen, da die Formalitäten anders sind als hierzulande.

    Interessante Immobilien in Meeresnähe: Der Immobilienkauf in der Türkei ist durchaus noch bezahlbar. Foto: Kaya Emlak Türkei-Immobilien

    Der große Wirtschaftsboom in der Türkei ist abgeklungen, dennoch erfreut sich die Volkswirtschaft des Landes nach wie vor robuster Wachstumsraten. In den vergangenen zehn Jahren stiegen die Hauspreise, insbesondere in beliebten Regionen wie Alanya. Dennoch haben türkische Häuser nicht die Preise erreicht, die Käufer in beliebten Regionen Südwesteuropas (wie Toskana oder Südfrankreich) erwarten.

    Kleinere Häuser, selbst in Meeresnähe, werden teilweise schon für unter 100.000 Euro angeboten. Und wenn es etwas größer sein soll: In der Preisklasse zwischen 100.000 Euro und 200.000 Euro gibt es zahlreiche Offerten. Für den Preis eines durchschnittlichen deutschen Neubau-Reihenhauses gibt es in der Türkei bereits Luxusanwesen direkt am Meer.

    Wer in seiner türkischen Immobilie nicht nur die Ferien verbringen, sondern diese als Dauer- oder Alterswohnsitz halten will, profitiert außerdem von den niedrigen Lebenshaltungskosten im Land. Zudem ist seit 2013 eine Kurzzeit-Aufenthaltserlaubnis von bis zu einem Jahr möglich, die verlängert werden kann.

    Kaum Einschränkungen bei Immobilienkauf in der Türkei

    Deutsche dürfen in der Türkei bis zu 30 Hektar Grundeigentum zu Wohn- und Gewerbezwecken genehmigungsfrei erwerben. Bei Grundstücksgrößen ab 30 Hektar muss der Immobilienkauf in der Türkei vom Ministerrat abgesegnet werden.

    Ausländer, die eine Immobilie in der Türkei kaufen möchten, müssen nicht mehr die Staatsangehörigkeit eines Landes besitzen, das ein Gegenseitigkeitsabkommen mit der Türkei geschlossen hat. Für einige Nationalitäten kann es in bestimmten Gebieten der Türkei dennoch Beschränkungen beim Immobilienerwerb geben. Deutsche Käufer sind davon jedoch nicht betroffen.

    Ein Kauf ist nur in Gebieten zulässig, in denen es Bebauungs- oder Lagepläne gibt. Vor dem Kauf muss sichergestellt sein, dass der Verkäufer auch tatsächlich der Eigentümer ist. „Hier hilft nur der Blick ins Grundbuch beim Grundbuchamt“, weiß Servet Pinarak, Rechtsanawalt aus Hannover mit Schwerpunkt türkisches Immobilienrecht. „Auch sonstige Einschränkungen oder Belastungen sind nur dem Grundbuch zu entnehmen.“ Außerdem gilt: Für Wohnungen in einer Eigentumsanlage muss eine Teilungserklärung existieren.

    Besonderheiten beim Kauf

    Der Erwerb der Immobilie ist in der Türkei anders geregelt als hierzulande. Der wichtigste Unterschied: Ein notarieller Kaufvertrag ist nicht nötig, kann aber dazu dienen, das Verkaufs- bzw. Kaufrecht vor der Eintragung ins Grundbuch zu sichern. Doch selbst dann muss der Kaufvertrag ins Grundbuch eingetragen werden – als „Vormerkung“.

    Die Übertragung des Eigentums selbst geschieht durch das Grundbuchamt (Tapu-Amt), das vorab prüft, ob dem Kauf gesetzliche Regelungen entgegenstehen. Sind alle Auflagen erfüllt, genehmigt die Behörde den Kauf und das Eigentum kann erworben und im Grundbuch eingetragen werden. Wichtig: Ausländer müssen für den Termin beim Tapu-Amt einen Dolmetscher bestellen.

    Die Eintragung ins Grundbuch kann bis zu drei Monate dauern. Der Grund: Das Grundbuchamt ist verpflichtet, bei der Militärverwaltung anzufragen, ob sich das Grundstück in einem militärischen Einzugsgebiet befindet. Hat die Militärbehörde zuvor in unmittelbarer Nachbarschaft eine Genehmigung erteilt, entfällt die Anfrage.

    Grunderwerbsteuer und Kaufnebenkosten

    Die Grunderwerbsteuer beträgt vier Prozent des Immobilienwertes laut Tapu-Eintrag. In der Praxis liegt der sogenannte Tapu-Wert häufig unter dem Kaufpreis, um die Kaufnebenkosten insgesamt niedrig zu halten. Rechtsanwalt Pinarak empfiehlt jedoch, unbedingt den tatsächlichen Kauf- bzw. Verkaufspreis anzugeben: „Anderenfalls drohen Sanktionen wie Steuernachzahlung oder Steuerstrafen“. Im Übrigen muss bei einem Wiederverkauf der Immobilie nach bis zu fünf Jahren die Differenz als Einkommen versteuert werden.

    Daneben werden noch einige kleine Beträge beim Immobilienerwerb fällig: Grundbuchgebühr, Dolmetscher, Bearbeitungsgebühr und eine Pflicht-Erbebenversicherung. Diese Ausgaben sind jedoch verhältnismäßig niedrig und fallen deshalb nicht sonderlich ins Gewicht.

    Vorsicht Schwarzbau

    Sowohl bei Altbauten als auch bei neuen Immobilien sollte der Käufer prüfen, ob eine Bewohnbarkeitsbescheinigung - der so genannte Iskan - vorliegt. Wenn dieser existiert, handelt es sich um einen genehmigten Bau. Existiert kein Iskan, können keine Versorgungsanschlüsse für Strom, Gas oder Wasser eingerichtet werden. Um sich hier abzusichern, rät Servet Pinarak Kaufwilligen, sämtliche Genehmigungen bei den Behörden durch Experten prüfen zu lassen. Bei Ferienanlangen mit mehreren Gebäuden reicht es, wenn insgesamt ein Iskan existiert.

    Stand: Februar 2015

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